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Eugen-Reintjes-Schulleiter Wolfgang Hartmann geht in den Ruhestand

Der Sponsorenfänger von Hameln

Hameln. So richtig froh scheint der Schulleiter der Eugen-Reintjes-Schule nicht darüber zu sein, dass er nun in den Ruhestand gehen darf. „Da bin ich in der Tat dem weinenden Auge näher als dem lachenden“, scherzte Wolfgang Hartmann anlässlich seiner Verabschiedung im Forum der Schule an der Breslauer Allee. Das quoll nur so über vor Prominenz aus Politik und Wirtschaft. Sogar eine Delegation aus Polen hatte den Weg nach Hameln gefunden, um Wolfgang Hartmann, der sich im Bereich der deutsch-polnischen Lehrerfortbildung besonders engagiert hat, zu verabschieden.

veröffentlicht am 13.07.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 02:41 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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„Das ist einer, der handelt, sich auch mal gegen Regeln durchsetzt, weil Schule ihm einfach wichtig ist“, umriss Kreisrätin Petra Broistedt den aus Sicht der Verwaltung mitunter sehr flexiblen und unkonventionellen Stil des scheidenden Schulleiters.

„Einer, der alles auf den Kopf gestellt hat, im positiven Sinn, ein Hotzenplotz und Zappelphilipp in einer Person“, so Broistedt in ihrem „Wolfgang-Hartmann-Märchen“. „Schade Petra, dass ich gehe“, antwortete der und fügte im Casablanca-Stil hinzu: „Das hätte der Beginn einer großen Freundschaft werden können.“

Wolfgang Hartmann, der über das eigentliche Pensionsalter hinaus seiner Schule zwei Jahre zusätzlich treu geblieben ist, wurde auch von seinem designierten Nachfolger Johannes Stolle als „dynamisch, einfallsreich, durchsetzungsstark“ charakterisiert. „Hättest Du die Titanic gesteuert, dann wäre sie nicht untergegangen“, so Stolle. „Hartmann, ein Schulleiter zum Anfassen“, so auch der Präsident der Handwerkskammer Hannover, Karl-Wilhelm Steinmann. Vor allem aber einer, den Menschen überzeugen und mitreißen könne. Und ein offensichtlich begnadeter „Sponsorenfänger“. „Hameln hat den Rattenfänger, wir haben ihn“, kennzeichnete Stolle Hartmanns Wirken in diesem Bereich.

„Mach das Beste draus, ich gehe dann jetzt“

Der passionierte Golf- und Saxofon-Spieler habe die Eugen-Reintjes-Schule während seiner Tätigkeit seit 2002 entschieden geprägt, ihr letztlich auch gegen Hindernisse das heutige moderne Profil verpasst.

Was entscheidend für pädagogischen Erfolg sei? „Nein, nicht Bürokratie und Vorschriften, einzig und allein Motivation“, so Hartmann. In diesem Sinne gehe er mit gutem Gewissen und hinterlasse eine starke Schule. „Johannes, mach das Beste draus, ich gehe dann jetzt“, so die Aufforderung an den Nachfolger. Von wegen. Vielleicht sei es nur eine Frage der Zeit, munkelte man im Publikum, bis der Zappelphilipp aus dem Unruhestand wieder in seiner alten Schule auf der Matte stehe. Natürlich mit ganz tollen, neuen Projekten und Ideen. Einer wie Wolfgang Hartmann, der gehe nie ganz.



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