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Der Sanierung der Fußgängerzone droht ein neues Kapitel

veröffentlicht am 08.07.2009 um 15:26 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:37 Uhr

Hameln (HW). Wenn sich die Vermutungen des Hamelner CDU-Fraktionsvorsitzenden Claudio Griese bestätigen sollten, könnte die Sanierung der Fußgängerzone um ein neues Kapitel erweitert werden – verbunden mit einer Kostensteigerung von bis zu 40 Prozent. Grund ist das in der Innenstadt liegende Kanalnetz, „das technisch zwar in Ordnung, nicht aber für die Größe der Stadt ausgerichtet ist“, sagt Griese. Der Christdemokrat beruft sich auf die Aussagen eines Ingenieurs, der vor einigen Jahren im Auftrag der Stadt das Kanalberechnungen vorgenommen hat und zu der Erkenntnis gekommen ist, dass wegen einer zu geringen Rohrdicke die Sicherheit nicht mehr gegeben sei. „Es besteht Überflutungsgefahr“, berichtet Griese. Denn als das Kanalnetz vor ungefähr einhundert Jahren gebaut wurde, sei es zwar großzügig dimensioniert gewesen, „doch inzwischen sind viele Straßenzüge dazugekommen“, weiß der Kommunalpolitiker aus der Historie der Rattenfängerstadt und beklagt, dass diese seit langem bekannte Problematik im Rathaus als „nicht so schlimm vom Tisch gewischt“ wird. „Das Projekt Kanalnetz liegt wie in einem Giftschrank, an den sich keiner herantraut“, meint Griese, der auch den Grund zu kennen glaubt: „Die veranschlagten vier Millionen Euro würden für die Sanierung der Fußgängerzone natürlich nicht ausreichen, wenn auch das Kanalnetz erneuert werden muss“.
 Der Christdemokrat kann jedoch nicht nachvollziehen, wieso dieses Thema innerhalb der Verwaltung so rigoros ausgeklammert wird, zumal bei der Erneuerung des Pflasters ohnehin in das Erdreich eingegriffen werden müsse. Laut Griese gebe es zwei Verfahren, das Kanalnetz in der Innenstadt nebst zahlreicher maroder Hausanschlüsse auf einen modernen Stand zu bringen: „Entweder auf konventionelle Art und Weise, ober aber durch Druckpressungen – von der Jugendherberge bis zum Bahnhof“.
Griese will das Problem nun anfassen und das Thema vor dem noch ausstehenden Termin für das zweite Bürgerforum mit der Verwaltung erörtern: „Wenn wir schon ins Erdreich müssen, weil von einigen ein neues Pflaster gewollt wird, dann auch richtig. Es macht doch keinen Sinn, Pflaster zu verlegen, um es dann später wieder hochnehmen zu müssen.“



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