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Wahre Massen unterwegs zum Coca-Cola-Truck auf dem Münsterkirchhof / Kitsch ist erlaubt

Der rote Riese begeistert vor allem die Väter

Hameln (phi). Jeder kennt den Weihnachtswerbespot von Coca-Cola: roter Truck mit Santa Claus drauf, üppig beleuchtet, Schnee und natürlich Melanie Thorntons Hit „Holidays are coming“. Im Dunkeln fährt der knallrote Lkw durch die Schneelandschaft und lässt im Vorbeifahren die Welt aufleuchten und Kinderaugen glänzen.

veröffentlicht am 13.12.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 23:41 Uhr

Das Fotomotiv schlechthin: der Truck auf dem Münsterkirchhof, um
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Heute liegt in Hameln zwar kein Schnee, dunkel ist es auch noch nicht, und trotzdem haben wahre Massen den Weg auf den Münsterkirchhof gefunden, denn der Coca-Cola-Weihnachtstruck macht Station in Hameln. Alle wissen, sie werden nicht mitfahren dürfen, das ficht aber niemanden an. Der Truck ist beliebtes Motiv für Fotos. Fanartikel jeglicher Couleur können erworben werden, und natürlich gibt es Coca-Cola in Massen. Ein Promotor lässt auf der Bühne Kinder nach „Santa Claus“ rufen, denn der nächtigt hinten im Lkw und muss geweckt werden.

Gekommen sind vor allem Väter mit Kindern, und wer nicht mitfahren darf, will wenigstens einen Film im Truckstudio drehen, der es so aussehen lässt, als ob man selbst den roten Laster gesteuert hätte. Dafür muss angestanden werden, aber wahre Trucker können warten.

Oliver Schaper aus Herkendorf ist selbst Lkw-Fahrer und mit Sohn und Ehefrau gekommen. „Schöner Truck“, stellt er anerkennend fest. „Meiner ist blau, aber der ist natürlich nicht so toll beleuchtet wie dieser hier.“ So versessen auf das Selbstfahren ist er heute nicht, denn er hat Urlaub.

2 Bilder

Im Truck kann auch gebastelt werden, ein Angebot, das viele gern wahrnehmen. Die meisten haben den Weihnachtsmarktbesuch am Wochenende mit einem Abstecher zum roten 18-Tonner verbunden. Das Coca-Cola- Team ist mehrsprachig, freundlich und in der Lage, den Menschenstrom einigermaßen geregelt abzuwickeln, die meisten Mitarbeiter haben Routine. Den Besuchern gefällt’s, auch wenn es sehr amerikanisch und vielleicht ein bisschen zu bunt ist.

Abends wird der rote Lkw mit voller Beleuchtung quer durch Hameln fahren. Dann ist Trucker Oliver Schaper allerdings schon längst wieder zu Hause. Angst, etwas zu verpassen, muss er nicht haben, denn: „Auf meinen Touren sehe ich die Trucks immer mal wieder auf der Autobahn, auch im Dunkeln und mit voller Beleuchtung.“ Es gibt viele, die ihn heute darum beneiden, und selbst Schaper bekommt leicht glänzende Augen, wenn er daran denkt. An Weihnachten beziehungsweise in der Adventszeit ist ein bisschen Kitsch eben auch mal erlaubt.

Übrigens: Um zehn vor sieben Uhr am Abend fuhr der Truck dann wieder los, seinem nächsten Ziel entgegen. Der Fahrer machte das Licht aus, und dann wurde von zehn bis null runtergezählt. Unglaubliche viele Passanten schossen Fotos von Kindern, Freunden und Verwandten vor dem Laster, der mit Polizeieskorte dann noch eineinhalb Stunden durch Hameln fuhr, viele winkten und versuchten, ihn selbst im Fahren zu fotografieren.

Der Schriftzug des Monster-Trucks – manche kannten ihn schon von Fahrten auf der Autobahn.

Die bullige Schnauze des 18-Tonners – das Objekt der Begierde besonders bei Vätern und ihren Söhnen.



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