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Comic-Künstler André Houot zeichnet exklusives Bild des Pfeifers / Versteigerung für den guten Zweck

Der Rattenfänger kommt unter den Hammer

Hameln (tk). Eine Katze sitzt dem Rattenfänger fauchend auf der Schulter, sie ist sprungbereit, der Körper angespannt. Der buschige Schwanz des Tieres fällt dem grimmigen Flötenspieler wie eine Stola um den Hals. In der Hand hält der Spielmann sein Instrument. Etwas scheint in der Luft zu liegen, etwas Unheilvolles.

veröffentlicht am 07.06.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 05:41 Uhr

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Mit schnellen und geübten Strichen zeichnet André Houot das Bild in seinem Kopf auf die nackte Leinwand. Peu á peu nimmt die Gestalt Form an. Über die Leinwand gebeugt attestiert Michael Boyer, Hamelns Original-Rattenfänger, dem renommierten französischen Comic-Künstler.

Das Bild, das Houot live im Dewezet-Café zeichnet, ist für einen guten Zweck – zugunsten der Organisation Interhelp – und wird ab heute im Internet versteigert. Houot ist extra für den Termin und eine Signierstunde nach Hameln gekommen. Eigentlich ist er zu einer Messe unterwegs. „Comic-Salon“ in Erlangen ist die weltgrößte Comic-Messe, dort will er zusammen mit seiner Frau Jocelyne Charrance seinen neuen Comicband „Der Rattenfänger von Hameln“ vorstellen. In dem Comic zeichnet Houot ein düsteres Bild vom Pfeifer. „Er hat 130 Kinder entführt. Das macht ihn zu einer Drohung“, sagt Houot. Genau diese Botschaft wolle er auch in seinen Bildern erhalten.

Pfeier Michael Boyer (li.) hält die Leinwand für den französischen Comic-Künstler André Houot (re.). Dahinter das Interhelp-Team.

Dass sich der Zeichner für den Rattenfänger interessiert, liegt an dessen Wirkung: „Es ist die stärkste Legende, die es überhaupt gibt“, meint Houot. Denn dahinter stecke etwas Grundlegendes: „Die Konfrontation mit der menschlichen Logik: wir sind berechnend, gnadenlos, herrisch gegenüber anderen Arten, die uns ihren Lebensraum abtrotzen müssen und dabei nur ihre Instinkte und ihre Menschenscheu einsetzen können.“

Um dieses Urthema der Sage mit authentischen Bildern zu erzählen, hat sich Houot mit Gemälden von Albrecht Dürer beschäftigt, auch Hameln hat er bereist. Er war allerdings enttäuscht: „Es ist alles sehr viel süßer geworden, als es im Mittelalter gewesen sein muss.“ Houot lächelt und trinkt einen Schluck Espresso. Dann fährt er fort: „Andererseits gibt mir genau das die künstlerische Freiheit, um der Stadt ein fantastisch düsteres Bild zu geben, wie es damals war.“

Die Zeichnung, die André Houot für die Aktion zugunsten von Interhelp angefertigt hat, wird ab heute versteigert.

Und so geht‘s: Das exklusive und signierte Bild steht für eine Woche, bis Donnerstag, 14. Juni um 18 Uhr, zur Auktion. Bieten können Sie per E-Mail an: versteigerung@dewezet.de. Das Startgebot beträgt 100 Euro. Bitte geben Sie in der Mail Ihren Vor- und Nachnamen an sowie die Höhe Ihres Gebots. In der Zeitung teilen wir täglich den Stand der Auktion mit, damit Sie am Ball bleiben können. Vier Erfolg!

Ein Video von der Zeichen-Aktion mit André Houot gibt es auf www.dewezet.de.



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