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Kochstil verbindet internationale Küchen / Hameln bietet viele Gerichte abseits der Currywurst

Der neueste Imbiss-Trend heißt „Ethno-Essen“

Hameln (dgs). Gambas in Knoblauch, gefüllte Weinblätter, knusprige Ente, gebratene Nudeln mit Sojakeimen – was sich liest wie die Speisekarte eines internationalen Restaurants, gehört in Hameln zum täglichen Auslage eines internationalen Imbiss-Angebotes für den kleinen oder auch großen Hunger zwischendurch.

veröffentlicht am 15.02.2009 um 19:44 Uhr
aktualisiert am 12.11.2016 um 11:41 Uhr

Karin Düllberg vom Cho-Ya-House mit chinesischen Nudeln.
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Der neueste Trend: Sogenanntes „Ethno-Essen“. Dahinter verbirgt sich ein Kochstil, bei dem verschiedene nationale Küchen miteinander kombiniert werden. Imbisse sind „in“, die Hamelner können abseits der deutschen Currywurst mittlerweile auch von afghanisch über spanisch bis türkisch genießen.

„Im Trend“ liegen nach Auskunft von Handan Kamuk von der Tapas-Bar „La Sol“ am Bahnhofsplatz Tapas – Oliven, gesalzene Mandeln, ein paar frittierte Kartoffeln, schon die einfachsten Tapas-Teller haben ihren Reiz. „Gegrillte Gambas und Datteln im Speckmantel laufen sehr gut“, erzählt Kamuk. Das „La Sol“ ist ein Familienunternehmen mit spanischen Wurzeln und einem peruanischen Koch, der nach getaner Arbeit gern auch mal zur Gitarre greift und für musikalische Unterhaltung sorgt ...

Spezialitäten aus dem

Ofen und vom Spieß

In der Deisterstraße backt Cuma Duygu in seinem Steinofen nicht nur kleine, sondern auch wirklich riesige Brötchen. Duygu: „Die sind der Renner in unserer kurdischen Familienbäckerei.“ Trotz der „nicht gerade bevorzugten Lage“, so Duygu, werde die Bäckerei zum morgendlichen Anlaufpunkt vieler Berufs- pendler. „Unsere Leckereien sind Teigtaschen mit verschiedenen Mett- und Käsefüllungen, türkische Linsensuppe und für später hausgemachtes süßes Gebäck.“

Kocht täglich frisch: Suppenbar-Chef Olaf Mundhenke.
  • Kocht täglich frisch: Suppenbar-Chef Olaf Mundhenke.
Halil Ördek bei der Zubereitung eines Döners.
  • Halil Ördek bei der Zubereitung eines Döners.
Gefragt: Der Kaffee im türkischen Imbiss.
  • Gefragt: Der Kaffee im türkischen Imbiss.
Turknaz, Selcuk Kabayel mit einer türkischen Lahmacun.
  • Turknaz, Selcuk Kabayel mit einer türkischen Lahmacun.
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Kocht täglich frisch: Suppenbar-Chef Olaf Mundhenke.
Halil Ördek bei der Zubereitung eines Döners.
Gefragt: Der Kaffee im türkischen Imbiss.
Turknaz, Selcuk Kabayel mit einer türkischen Lahmacun.
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Nicht weit entfernt ist an der Deisterstraße mit „Turknaz“ ein typisch türkischer Imbiss zu finden. Hier werden Kleinigkeiten wie der Mettspieß – „eine Spezialität“ lobt Sälcok Kabayäl – sowie die türkische Pizza „Lahmacun“, ein Zwischending von Pizza und Tortilla, auf dünnem Teig dünn ausgestrichenes Hackfleich mit frischen Gartenkräutern, gut bis scharf gewürzt, serviert. Und „Gözleme“ – hinter diesem Begriff versteckt sich ein Crêpes-ähnlicher dünner Pfannkuchen. Dieser wird meist mit einer Mischung aus Schafskäse und Petersilie gefüllt. Und natürlich der klassische Döner. Vom drehenden Spieß geschnitten, werden die Scheibchen aus Kalb- oder Hähnchenfleisch mit Zwiebeln und Salat im Fladenbrot ge reicht.

Antipasti, Parmaschinken, Käse, Ciabatta und vieles mehr gibt es bereits seit 1984 in „Mancarella Santo’s Bar Italia“ in der Ritterpassage. Die Besonderheit: Hier findet man kein nach Karte strukturiertes Gericht. Mancarella Santos bereitet seinen Gästen „lieber die leckeren Dinge einzeln nach Wunsch frisch zu“ – seine Stars sind Parmaschinken, Salami, Weine, Prosecco und sein Kaffee. Santos: „Das ist alles direkt aus Italien eingeführt.“

Nicht nur Liebhaber der griechischen Küche mögen den kleinen Imbiss von „Anna Spezialitäten“ in der Stadtgalerie. Neben vielen griechischen Leckereien gibt es auch das typisch deutsche Imbissessen. Halill Ördek: „Wir haben ein großes Stammpublikum.“

„Essen ist ein Bedürfnis, genießen ist eine Kunst“ – so steht’s geschrieben an der Wand des im September eröffneten Chinesischen „Cho-Ya Houses“ der Familie Ta in der Osterstraße. Das nach Feng Shui eingerichtete Bistro verbindet „authentische chinesische Küche mit vielen kleinen, leichten, frisch zubereiteten Gerichten“.

„Die Suppenküche“ In Hameln ist an der Thietorstraße zu finden. Betreiber Olaf Mundhenke: „Wir kochen täglich frische, hausgemachte Suppen mit Gemüse der Saison im wöchentlichen Wechsel“. Ob vegetarisch, klassisch, würzig-pikant oder die traditionelle Kartoffelsuppe – die Suppenküche hat für jeden Geschmack etwas zu bieten.

Internationale Spezialitäten für den großen oder kleinen Hunger hält auch Santo Mancarelle, Betreiber der Santos Bar, bereit.

Mandan Kamuk (li.) und Carlos Contreras vom „La Sol“ am Bahnhofsplatz mit einem Teller frisch zubereiteter Gambas. Fotos: Dana



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