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Karl-Heinz Bertram leitet die Hamelner Regionaldirektion des Landesamtes für Geoinformation

Der neue Herr über die Landschaftsdaten

Hameln (ww). „Sie haben Ihr Ziel erreicht.“ Kaum ein Autofahrer, der diesen Satz nicht kennt: Im Idealfall spricht ihn eine nette Damenstimme aus dem Navigationsgerät am Ende einer Reise, man schaut aus dem Fenster und ist tatsächlich dort angekommen, wo man hinwollte. Im schlimmsten Fall befindet man sich inmitten einer Rinderherde irgendwo im Nirgendwo.

veröffentlicht am 10.07.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 00:21 Uhr

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Damit genau das nicht passiert, ist ständig aktuelles, zentimetergenaues Kartenmaterial nötig – Geodaten, die das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen (LGLN) liefert.

Die Regionaldirektion Hameln des LGLN hat seit Montagnachmittag offiziell einen neuen Leiter: Karl-Heinz Bertram übernimmt das Amt von Ernst-August Frie, der es nach dem Ausscheiden von Dr. Claus Uhde im September vorigen Jahres vertretungsweise geleitet hatte. Innenminister Uwe Schünemann beglückwünscht den 54-Jährigen im Tagungsraum des Hamelner Hefehofes vor rund 300 Gästen aus Politik und Verwaltung zu seiner neuen Aufgabe, „das Prinzip Verwaltung der Zukunft aktiv mitzugestalten“.

Bertram, der bereits in unterschiedlichen Katasterämtern in der Region sowie im Innenministerium tätig war und somit, so Schünemann, kein Unbekannter sei, werde nun mit Nachdruck zur „Weiterentwicklung einer modernen, effizienten und vor allem bürgernahen Verwaltung“ beitragen.

Mit der Zusammenfassung von 14 ehemaligen Behörden in einem Landesamt am 1. Januar 2011 gilt zugleich die dritte und letzte Stufe der Niedersächsischen Verwaltungsreform als abgeschlossen. Damit solle es jetzt auch genug sein, verspricht Schünemann, nach den Ämterfusionen und dem Personalabbau der Vergangenheit soll nun Ruhe in die Katasterverwaltung einkehren.

In Zukunft sei der konzentrierte und koordinierte Aufbau von sogenannten „Geodateninformationen“ die Hauptaufgabe seiner Behörde, erklärt Bertram. Durch die Vermessung der Landschaft, durch die Erfassung von Gebäuden, Flüssen und Bergen sowie durch die Bereitstellung dieser Informationen leiste das LGLN „sehr bedeutende Infrastrukturbeiträge für unsere Gesellschaft“.

„Unsere Daten werden vielfach genutzt, in öffentlichen Verwaltungen, aber auch in der Privatwirtschaft“, sagt der studierte Vermessungstechniker, „wir liefern die Daten für Navigationssoftware, auch die Karten und Luftbilder in Internet-Suchmaschinen stammen von uns“.

Das Landesamt für Geoinformation und Landentwicklung, welches vor der Verwaltungsreform Katasteramt hieß und eher mit trockener Materie in Verbindung gebracht wurde, präsentiert sich heute erstaunlich zukunftsgewandt. Derzeit unterstütze das LGLN die Entwicklung von Fahrerassistenzsystemen, die eines Tages ähnlich dem Autopiloten im Flugzeug den Autoverkehr vereinfachen sollen, erklärt Bertram. Dafür allerdings bedürfe es präziser Landschaftsdaten, die von seiner Behörde geliefert würden.

Gegenüber Innenminister Schünemann warb Bertram dafür, auch künftig neues, qualifiziertes Personal einzustellen, um technische Innovationen wie diese weiterentwickeln zu können.

Glückwunsch vom obersten Dienstvorgesetzten: Innenminister Uwe Schünemann (r.) gratuliert Karl-Heinz Bertram zum Amtsantritt. Foto: Wal



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