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Bürgerliste hat schon 2008 Antrag für die Domeierstraße gestellt / Stadt verweist auf Gesamtkonzept

Der lange Kampf um das Anwohnerparken

Hameln (CK). Der Parkdruck in der Domeierstraße beschäftigt nicht nur die Anlieger: Nachdem dort Ende letzter Woche Schilder aufgestellt worden waren, die das bisher kostenfreie Parken am Fahrbahnrand auf nunmehr zwei Stunden mit Parkscheibe begrenzen (wir berichteten), laufen zwar auch Bewohner dieser Straße Sturm gegen das Verwaltungshandeln. Aber: Es ärgert besonders die Bürgerliste im Hamelner Rat. Denn die, so versichern die Ratsherren Albrecht Garbe und Klaus-Peter Meißner unisono, habe bereits seit langem versucht, eine Lösung für das Problem zu finden.

veröffentlicht am 08.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 05:21 Uhr

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„Wir kämpfen bereits seit fast drei Jahren darum, eine Lösung im Sinne der Anwohner zu erreichen“, sagt etwa Meißner. Nach seinen Worten hat die Bürgerliste schon im Jahre 2008 einen Antrag gestellt, wonach in der Domeierstraße (und im Übrigen auch in der immer wieder zugeparkten Bismarckstraße) das Anwohnerparken ermöglicht werden sollte. In der Tat heißt es in diesem Antrag: „Anwohnern, die situationsbedingt kaum eine Chance auf einen Parkplatz im Umfeld ihrer Wohnung hatten, wurde durch eingerichtete Parkzonen die Möglichkeit gegeben, in angemessener Zeit ihre Wohnung zu erreichen.“ Damit spielte die Bürgerliste seinerzeit auf das probeweise eingeführte Anwohnerparken in der Nähe des Bahnhofs an. Insgesamt, so hieß es in dem Antrag weiter, müsse auch die Stadt ein Interesse daran haben, innerstädtische Wohnviertel attraktiver als bisher zu präsentieren. Damals allerdings hatte die Verwaltung die Politiker um Geduld gebeten mit dem Hinweis, das Ganze in eine Gesamtverkehrsplanung einbetten zu wollen. Es folgte schließlich ein zweiter Antrag der Bürgerliste im November 2009, nachdem sich bis dahin nichts getan hatte. Der aber, so Meißner, sei in der Verwaltung „irgendwie verschwunden“.

Meißner wie auch Garbe aber bleiben bei ihrer Forderung, und das auch oder gerade nach dem Aufstellen der Schilder in der vergangenen Woche, die die wenigen Anwohnerparkplätze in der Domeierstraße auf die Hälfte reduzieren. Sie verweisen darauf, dass „wohnungsnahe Parkplätze ein wichtiges Qualitätsmerkmal“ für die Entscheidung seien, in einen bestimmten Stadtteil zu ziehen. Die Stadt, so sagen sie, müsse die Möglichkeit haben, den Zuzug von Mitbürgern zu fördern, die ein eigenes Fahrzeug haben, damit in einzelnen Stadtgebieten „keine sozial schwache Ghettoisierung beziehungsweise Überalterung der Bewohner“ stattfinde.

Ohnehin glauben die Mitglieder der Bürgerliste, dass sich die Parkraumsituation in der Domeierstraße in jüngster Zeit weiter verschärft hat. „Insbesondere durch den Ausbau des Krankenhauses an der Weser zum Sana-Klinikum hat sich die Lager verschärft“, glaubt Meißner.

Und sein Fraktionskollege Garbe hat eigene Lösungsvorschläge entwickelt: Seiner Ansicht nach könnten sowohl das Parkhaus am Rondell, die sogenannte „Torte“, als auch der Ostertorwall abends für Autos von Anliegern im Umfeld freigegeben werden. „Das könnte man für kleines Geld durchaus machen. Und tagsüber wären die meisten dann ja auch wieder weg“, glaubt Garbe.

Der Parkdruck in der Domeierstraße wird auch durch die neuen Schilder nicht geringer. Die Bürgerliste verweist darauf, dass sie sich seit drei Jahren schon um eine Lösung bemüht.

Foto: Wal



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