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160 Mimen verkleiden sich als Brandopfer / Großeinsatz

Der Klütwald brennt – DRK übt Katastrophenlage

Nadine Maxam vom 1. Einsatzzug Marienau versorgt die Wunden eines Komparsen. Die verschiedenen Rettungszelte sind auf die Schwere der Verletzungen ausgerichtet.

veröffentlicht am 18.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 03:41 Uhr

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Foto: fn

Hameln (fn). „Was ist denn nun schon wieder passiert?“ Etliche Hamelner wunderten sich am Samstag über die unzähligen Einsatzfahrten von DRK-Rettungswagen mit Sonderrechten – mit eingeschaltetem Blaulicht und Martinshorn.

Grund hierfür war die diesjährige Katastrophenschutzübung der vier Einsatzzüge des DRK-Kreisverbandes. Angenommen wurde ein Großbrand im Hamelner Klütwald im Bereich Klein Berkel/Wangelist mit 560 verletzten Personen, für die die DRK-Bereitschaft auf dem Übungsplatz der britischen Pioniere an der Fischbecker Straße einen „Behandlungsplatz 50“ errichtete. „Auf einem solchen Behandlungsplatz können innerhalb einer Stunde 50 Verletzte behandelt, versorgt und schließlich abtransportiert werden“, erklärte Birgitt Kälberloh, Zugführerin des 3. Einsatzzuges aus Hameln, die mit ihrem Zug für die Organisation der Übung zuständig war.

Am frühen Morgen wurden 160 Mimen mit Brandwunden oder offenen Beinfrakturen kosmetisch versehen, sodass die Ersthelfer beim Antransport der Verletzten eine Sichtung, im Sanitätsdienst Triage genannt, durchführen konnten. Hier wurden die Opfer nach Schwere der Verletzungen in fünf Kategorien eingeteilt und in Zelten bis zum Abtransport in die Krankenhäuser weiterbehandelt. Unterschieden wurde in Schwerstverletzte mit Transportpriorität, in solche mit Behandlungspriorität und in Leichtverletzte. Opfer, denen keine Überlebenschance eingeräumt wurde, erhielten eine abwartende Behandlung und Versorgung.

Wenn auch die Szenarien in den einzelnen Zügen laufend trainiert werden, war diese gemeinsame Katastrophenschutzübung für die Kommunikation zwischen den einzelnen Zügen von großer Bedeutung. „Wir üben, um Fehler, die meist in der Kommunikation untereinander entstehen, aufzudecken und um diese abstellen zu können“, erläuterte Kälberloh den Stellenwert, der diese Großübung im Landkreis für die Rotkreuzler hat. Unterstützt wurden die 86 Arbeitskräfte des DRK Hameln-Pyrmont bei ihrer Übung durch eine kleine Verstärkung vom Roten Kreuz Lemgo sowie von der DRLG und dem THW, die zudem den Transport von Verletzten mit Booten über die Weser übernahmen.



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