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Gedenkstunde zum Volkstrauertag / „Nie wieder Krieg zwischen unseren Völkern“

„Der Friede ist ein empfindliches Gut“

Genau 100 Jahre ist es jetzt her, dass der Erste Weltkrieg sein Ende nahm. Es war ein Krieg, „der alles bis dahin Vorstellbare übertraf und Europa in den Abgrund stürzte“, wie Oberbürgermeister Claudio Griese während der Gedenkstunde für die Toten aller Krieg und gewaltsamen Auseinandersetzungen gestern zum Volkstrauertag am Mahnmal beim Münster erklärte.

veröffentlicht am 18.11.2018 um 17:05 Uhr

Gemeinsam legten Bürgermeisterin Karin Echtermann und Oberbürgermeister Claudio Griese einen Kranz am Mahnmal nieder. Foto: wft
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Wolfhard F. Truchseß Reporter
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HAMELN. . „Nie wieder Krieg zwischen unseren Völkern“ – das sei auch die zentrale Botschaft während einer Gedenkstunde in Hamelns französischer Partnerstadt St. Maur gewesen. Auch mehr als 2000 Soldaten aus der heimischen Region seien auf den Schlachtfeldern des Ersten Weltkriegs umgekommen, erinnerte Griese.

Doch sei die „unfassbare Brutalität“ des Ersten Weltkriegs nicht Mahnung genug gewesen. „Eine noch viel größere Katastrophe sollte folgen.“ Auch wenn es nach dem Zweiten Weltkrieg in Westeuropa hervorragend gelungen sei, alte Gräben zu überwinden und Frieden zu schaffen, sehe die Realität in der Welt leider anders aus, beklagte Griese und erinnerte an die schlimmsten derzeitigen Krisengebiete: den Jemen, Syrien, den Gaza-Streifen, Afghanistan, die Ukraine und das Sterben der Menschen im Mittelmeer, wenn Flüchtlinge in ihrer Not seeuntaugliche Boote bestiegen. Allein in den ersten sieben Monaten dieses Jahres seien mehr als 1500 Menschen ertrunken. Und Tausende Migranten aus Honduras, darunter viele Frauen und Kinder, hätten sich auf den Weg in Richtung USA gemacht, wo sie nicht willkommen seien.

Es sei eine zentrale Botschaft des Volkstrauertages, dass „wir nicht abstumpfen dürfen angesichts des Leides und der Not, angesichts von Krieg und Gewalt in der Welt“. Der Friede sei ein „empfindliches Gut“ – oft genüge nur ein Funke, um irgendwo auf der Welt neue Gewalt zu entfachen.

Laetitia Marie Römschied und Anastasia Mirea, zwei Schülerinnen des 10. Jahrgangs des Schiller-Gymnasiums, trugen zwei ganz persönlich gestaltete Beiträge während der Gedenkstunde vor. Römschied erinnerte an Schicksale ihrer Familie, die Opfer in beiden Weltkriegen brachte. Mirea erinnerte an die Grauen bei den Luftangriffen, an die Panik der Menschen, wenn die Sirenen heulten und die Bomben fielen. „Die Menschheit scheint daraus nichts gelernt zu haben“, beklagten die beiden Schülerinnen. Das werde ihnen auch immer wieder bewusst, wenn sie neue Schüler als Flüchtlinge in ihre Klassen aufnähmen.

Wilhelm Güsgen sprach als Vorstand und Sprecher des Stadtverbandes des Volksbundes Deutscher Kriegsgräberfürsorge zum Abschluss das Totengedenken.



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