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Stadt findet keinen Nahversorger für Hottenbergsfeld / Lebensmittel-Discounter für Bertholdsweg steht fest

Der eine geht – derselbe kommt

Ein gutes Dutzend Namen von Lebensmittelketten hat Hamelns Stadtbaurat Hermann Aden aufgezählt. Doch keiner wolle die Nachfolge des Aldi-Markts im Hottenbergsfeld antreten. „Wir haben trotz intensiver Suche niemanden gefunden, der dort Lebensmitteleinzelhandel anbieten will“.

veröffentlicht am 06.05.2018 um 13:45 Uhr

Noch ist der Lebensmittel-Discounter am Hottenbergsfeld geöffnet. Die Schließung ist angekündigt. Allem Anschein nach lässt sich kein Nahversorger als Nachfolger finden. Foto: Dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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HAMELN. Das teilte Aden am Donnerstagabend den Ratspolitikern im zuständigen Fachausschuss mit. „Weder Aldi noch irgendwelche Nachfolger stehen zur Verfügung.“ Wie bekannt ist, will sich der Aldi-Markt im Hottenbergsfeld früher oder später aus dem Gebiet zurückziehen, das Geschäft schließen. Interessenten, die künftig die Nahversorgung für das Hottenbergsfeld und auch Rohrsen übernehmen wollen, gibt es also nach Angaben der Stadt keine.

Deshalb hat die Verwaltung den Ausschussmitgliedern vorgeschlagen, die Nutzung des Geländes auch für andere Gewerbetreibende zu öffnen – auch „um dauerhaften Leerstand zu vermeiden“. In der direkten Nachbarschaft, so Aden, gebe es ein produzierendes Unternehmen, das bereits Interesse an dem Aldi-Gelände bekundet hätte.

Für Jobst-Werner Brüggemann (CDU), Ortsvorsteher in Rohrsen, keine Option: „Wenn es nach dem Bürgerwillen geht, müssen wir den Einzelhandel dort halten“, sagte er. Es sei „ein verkehrter Weg“, die ausschließliche Nutzung durch den Lebensmittelhandel aufzugeben. Mehrheitlich stimmten die Ausschussmitglieder dennoch für die „Öffnung“ für andere Betriebe.

Dagegen steht fest, dass sich der Aldi-Konzern auf eine andere Fläche im Hamelner Stadtgebiet fixieren will: das Gelände der ehemaligen britischen Schule am Bertholdsweg in der Nordstadt. Die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben hatte das Gelände auf dem freien Markt angeboten – und nach Maßgaben des städtischen Einzelhandelskonzepts für den Neubau einer Verkaufsfläche von rund 1300 Quadratmetern veräußert.

Die Pläne, die nun im Ausschuss zum Vorschein kamen, belegen abweichende Vorstellungen, wie das ehemalige Briten-Gelände gestaltet werden könnte. Denn neben einem Lebensmittelmarkt von einer Größe von rund 1300 Quadratmeter ist ein weiteres Gebäude mit einer Verkaufsfläche von rund 700 Quadratmetern, wie es von den Projektentwicklern skizziert worden. Hier soll zusätzlich ein Drogeriemarkt entstehen. Was die Planungen zu einem Drogeriemarkt angehen, sagte Aden: „Das funktioniert aus Sicht der Stadt nicht.“ Dies sei nicht der Planungswille gewesen. Am Bertholdsweg würde dann neben dem Standort an der Fischbecker Straße der zweite Aldi-Markt in der Nordstadt eröffnen.

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