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Politik startet Besichtigungstour der Feuerwehrgerätehäuser / Erhebliche Investitionen erwartet

Der Bedarfsermittlung folgt die Prioritätenliste

Hameln (HW). Die Stadt muss über kurz oder lang erhebliche Summen in die Feuerwehrgerätehäuser investieren, um in neun von 13 vorhandenen Gebäuden all die bestehenden Sicherheitsmängel zu beheben. Wie viel Geld dafür gebraucht wird, steht noch nicht fest, soll aber noch im Laufe dieses Jahres von der Verwaltung ermittelt werden. Doch bevor dann eine Prioritätenliste erstellt und nach Dringlichkeit abgearbeitet werden kann, will die Politik erst noch alle infrage kommenden städtischen Gerätehäuser in Augenschein nehmen.

veröffentlicht am 09.03.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 06.11.2016 um 20:41 Uhr

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Gestern statteten die Mitglieder des Ausschusses für Recht und Sicherheit den Ortswehren in Wehrbergen, Afferde und Tündern ihren Besuch ab, um sich vor Ort von den Ortsbrandmeistern und den Ortsbürgermeistern die Probleme schildern zu lassen. Am 8. Mai sollen weitere drei Gerätehäuser in Augenschein genommen werden, eine dritte Tour ist noch vor den Sommerferien geplant. Doch schon jetzt zeichnet sich ab, wo allen Wehren der Schuh gleichermaßen drückt: Die Garagen sind zu eng, zwischen den geparkten Feuerwehrfahrzeugen und den Wänden ist zu wenig Platz, damit sich die Aktiven im Einsatzfall ungefährdet umziehen können. Zudem ist das Besteigen der Fahrzeuge oft nur außerhalb des Gerätehauses möglich.

„Wir brauchen einen einfachen Neubau, damit die Kameraden gesund ihren Dienst verrichten können“, sagte Wehrbergens Ortsbrandmeister Ralf Eckermann der Delegation. Sein Amtskollege in Afferde, Friedrich-Wilhelm Thies, forderte zwar keinen Neubau, beklagte aber ebenfalls die Enge im Gerätehaus und das Fehlen ausreichenden Platzes für Unterrichtszwecke. Er schlug deshalb vor, der Ortswehr möglichst sofort eine im Gerätehaus leer stehende Wohnung zur Verfügung zu stellen und versprach Eigenleistungen durch die Ortswehr in Höhe von bis zu 15 000 Euro. Die erforderliche Gesamtinvestition bezifferte Thies mit 50 000 Euro. Auch sprach der Ortsbrandmeister von zu schmalen Einfahrten und mehreren Stolperstellen vor dem Gerätehaus, die im Ernstfall zu einer Gefahrenquelle werden könnten. „Das Gebäude wurde Anfang der 60er Jahre errichtet, danach ist nicht mehr viel investiert worden“, beklagte Thies. Auch Tünderns Ortsbrandmeister Horst Tuchfeld forderte breitere Tore für die Fahrzeuge und beklagte Feuchtigkeit im Schulungsraum, der deshalb kaum mehr nutzbar sei.

Wieder im Rathaus angekommen, erklärte Ausschussvorsitzender Jobst-Werner Brüggemann den zahlreich im Sitzungssaal erschienenen Feuerwehrmännern, dass „heute noch keine Entscheidungen gefällt werden“. Der Christdemokrat, der die avisierten Eigenleistungen der Wehren lobte, vertröstete die Aktiven mit der Tatsache, dass nun aber Bewegung in die Situation um die Gerätehäuser gekommen sei: „Wir haben jetzt den Fuß in der Tür.“ Sodann verpflichtete Brüggemann Gerhard Rathing für weitere zwei Jahre als Stadtbrandmeister.

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  • Das Besteigen der Einsatzfahrzeuge – wie hier in Wehrbergen – ist häufig nur unter erschwerten Bedingungen möglich. Fotos: Wal

Rathing machte jedoch aus seinem Herzen keine Mördergrube, als er den Ausschuss wissen ließ: „Es zeichnet sich ab, dass bei den erforderlichen Investitionen in die Gerätehäuser weiter geschoben werden soll. Das möchte ich etwas beschleunigt wissen.“ Stadträtin Gaby Willamowius betonte daraufhin, dass zunächst einmal der Bedarf ermittelt werden müsse, um überhaupt eine Prioritätenliste erstellen zu können.

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