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In Wahrheit profitieren die Ratten vom alten Brot / Neue Verordnung

Den Enten auf der Hamel bringt das Füttern überhaupt nichts

Hameln (CK). Nicht nur, aber besonders an Markttagen ist es immer wieder zu beobachten: Passanten bringen ihr altbackenes Brot mit, manchmal sogar ganze Toastbrote, und füttern die Enten auf der Hamel. Ermahnungen, dass davon in Wirklichkeit vor allem die Ratten profitieren (die sich im Frühjahr übrigens gern über die frisch geschlüpften Küken hermachen) nutzen in aller Regel nichts – sie werden ignoriert. Auch dass das Füttern falsch verstandene Tierliebe ist, weil es den Enten den Magen verkleistern kann, glaubt kaum jemand; die Bröckchen fliegen weiter ins Wasser, die Plastiktüten, aus denen sie stammen, werden oft einfach hinters Brückengelände geklemmt.

veröffentlicht am 12.11.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 16:21 Uhr

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Eine „Verordnung zur allgemeinen Gefahrenabwehr“, die im Dezember vom Hamelner Rat beschlossen werden soll, stellt deshalb in Paragraf 9 ausdrücklich klar: Das Füttern von Tieren, insbesondere von Tauben und Enten, und auch das Bereitstellen von Futter ist verboten. Und das gilt für alle öffentlichen Anlagen, die der Allgemeinheit zugänglich sind, also für Sportanlagen, Wander-, Ufer- und Promenadenwege, Kinderspiel- und Bolzplätze sowie zum Spielen freigegebene Schulhöfe, Parks und Grünflächen, Friedhöfe und Gedenkstätten, aber auch Wasserflächen einschließlich der Ufer oder Biotopflächen. Und natürlich auch für den Bürgergarten.

Apropos Bürgerarten: Laut dieser Verordnung – sie wird am Dienstag, 16. November, um 15 Uhr in einer öffentlichen Sitzung in der Feuerwache Ruthenstraße beraten – sind Hundehalter verpflichtet, ihre Tiere in öffentlichen Anlagen wie dem Bürgergarten (und auch in der Fußgängerzone) anzuleinen – eine Bestimmung, die auch jetzt bereits gilt und mit entsprechenden Schildern am Eingang der grünen Lunge untermauert wird. Allerdings: Viele halten sich nicht daran, eine Überwachung fand jedenfalls bisher kaum statt. Bliebe noch das leidige Thema Hundekot: Die Halter sind verpflichtet, ihn „unverzüglich“ zu beseitigen.

Falsch verstandene Tierliebe und deshalb verboten: Entenfüttern an der Hamel.

Foto: Wal



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