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Zittern, jubeln, feiern – ein Live-Ticker

Dem Maracanã ganz nah: Das WM-Finale in Hameln

veröffentlicht am 14.07.2014 um 13:38 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:29 Uhr

Vor dem Anpfiff: Regenguss auf dem Werder – nur die Härtesten harren hier aus. Die Rattenfänger-Halle ist proppenvoll. 2800 Fans sind drin, 700 bis 800 Fußballfreunde müssen draußen bleiben. Argentinische Fahnen sind nicht zu sehen. Lange Schlange vor dem Damenklo. Dann singt alles die Nationalhymne – auch in „Rustys WM-Studio“ in der Garage. 25 Fans sind da.

 

7. Minute: Lauter Applaus in der Rattenfängerhalle: Das Licht im VIP-Bereich wird endlich ausgeschaltet.

3 Bilder
Foto: wal

 

18. Minute: Kramer liegt am Boden. Der schwarz-rot-goldene „Reichsadler“ am Breiten Weg fordert Elfmeter.

 

30. Minute: Schrecksekunde: Higuan trifft, aber der „Reichsadler“-Stammtisch weiß sofort: Das ist Abseits. Jubel in der Rattenfänger-Halle angesichts der Schiedsrichter-Entscheidung, Bierbecher fliegen.

 

45. Minute: Wieder fliegen Bierbecher – aber Höwedes trifft nur den Pfosten. „Ich liebe deutsche Land“ hallt es jetzt durch das WM-Studio im Scharnhorstviertel.

Halbzeitpause: „Raucherpause im Regen – so unsexy wie die Verletzung von Kramer“, meldet der Kollege aus dem „Reichsadler“.

 

56. Minute: „Was pfeift denn der Pizzabäcker da“, fragt Jürgen Planert im „WM-Studio“, nicht ganz politisch korrekt, als der Schiri Stürmerfoul gegen Müller pfeift. Planert weiß, wovon er spricht, war er doch bei den letzten Spielen noch Hallensprecher beim Public Viewing in der Rattenfänger-Halle.

 

66. Minute: „Auf geht’s, Deutschland, schieß ein Tor“, singt die Rattenfänger-Halle jetzt.

 

75. Minute: Die Stimmung in Wangelist ist angespannt: Alle für Deutschland – alle gegen Kommentator Tom Bartels.

 

88. Minute: Standing Ovations für Mirsolav Klose bei seiner Auswechslung – auch in dem kleinen WM-Studio in der Garage.

 

91. Minute (Verlängerung beginnt):Vom „Kitzinger“ hallt es durch die leere, verregnete Innenstadt: „Jetzt geht‘s looos“.

 

105. Minute: Halbzeit der Verlängerung: Muskeln kneten im Maracanã – im Scharnhorstviertel stärkt man sich mit Kartoffelsalat und Schafskäse, wenn das nicht hilft … In der Rattenfänger-Halle wird eine „Humba“ angestimmt. Da geht noch was …

 

106. Minute: Weiter geht’s.

 

114. Minute:

Mario Götze lässt Hameln ausrasten. Kein Halten mehr – egal vor welchem Fernseher. Ab jetzt regiert die gute Laune.

 

120. Minute: Die Straßen von Hameln sind noch leer. Niemand ist zu sehen. Keine Autos, keine Fußgänger.

 

125. Minute: Jaaaaaa! Abpiff! Weltmeister!

 

Nach dem Abfiff: Menschen jubeln, Raketen explodieren. Die ersten Autos fahren hupend durch Hameln. Die Polizei hat die Deisterstraße abgesperrt. Der Autokorso findet auf den Ringstraßen statt und wird durch die Lohstraße geleitet. Gut 1500 Leute sind schon auf der Straße, während im Maracana noch die Siegerehrung läuft. Dann auch noch das: Auf einem Lkw spielt die Rockband Greeen Room – Party auf der Deisterstraße. Weltmeister! Das wird noch eine lange Nacht. Inzwischen haben die Jungs in Rio sogar den Pokal – sagen die, die jetzt noch einen Blick auf den Fernseher haben.



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