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Stadt schließt Gehege am Finkenborn

Das Wild soll weg

Hameln. Ja – wo ist es denn nun? Wer einen Blick ins Wildgehege am Finkenborn wirft, sieht einiges an Wildwuchs, aber selten Wild. Drei Tiere leben hier derzeit noch oder wie es in der Jägersprache heißt: drei Stücke Damwild. Allerdings verstecken diese drei sich tagsüber meist in Wald, Gras und Gebüsch. Allzu lange werden sie dazu aber wohl keine Gelegenheit mehr haben: Die Stadt – Eigentümer von Grund, Zaun und Unterstellhütte – und der Pächter des Forsthauses Finkenborn – Besitzer der Tiere – wollen das Gehege auflösen.

veröffentlicht am 08.10.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 13:05 Uhr

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Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Weder Verwaltung noch Finkenborn-Chef Thorsten Fischer hängen sonderlich an dem spärlich besetzten Gehege. Im Gegenteil: Es fällt zur Last. 1995 waren 390 Meter Zaun vom Forstamt errichtet worden. 19 Jahre später sind die Pfähle angefault. Eine Erneuerung wäre fällig. Und die würde nicht billig. Von „mindestens“ 12 000 Euro geht die Stadtverwaltung aus – zu tragen vom Forstamt.

Zudem waren an der Einzäunung in den vergangenen Jahren bereits einige Male Reparaturen fällig. Offenbar als „Befreiungsaktion“ für die Tiere im Gehege gedacht, hatten Unbekannte die Zäune aufgeschnitten. Doch die Tiere blieben in der Nähe oder gingen von selbst ins Gehege zurück. Manche sorgten auf Straßen für gefährliche Situationen. „Die Tiere sind die Flucht nicht gewohnt“, sagt Fischer, „die sind im Gehege aufgewachsen.“ Der Zaun war trotzdem stellenweise hinüber.

Nun wollen also beide Seiten das Thema abschließen. „Eine große Attraktion war es eh nie“, räumt Fischer ein. Einst hätten Schafe auf der Wiese gestanden, danach hätte er das Stück Land mit dem Damwild beleben wollen. Bis zu sieben Tiere lebten hier zeitweise, nun werden die verbliebenen drei verkauft.

Die Stadtverwaltung plant, die Fläche zu teilen: Der im Wald befindliche hintere Teil wird Forst, der vordere zur Streuobstwiese aufgewertet. Von zusätzlichen Obstbäumen und einer jährlichen Mahd ist etwa die Rede. Die Wiese mit ihren angrenzenden Hecken und Waldrändern sei ein wichtiges Jagdgebiet für verschiedene Fledermausarten, heißt es. Diese schätzen offenbar den Insektenreichtum auf der sonst von Wald eingeschlossenen freien Fläche.

Die Obstbäume seien zudem für die Vogelwelt von Bedeutung. So brüte hier beispielsweise der gefährdete Gartenrotschwanz, heiß es. Es bleibt also tierisch am Finkenborn.



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