weather-image
Kulturtag im Hamelner Bürgergarten

Das mystische und unbekannte Afrika

HAMELN. Trommelklänge, bunte Gewänder, Tänze und vieles mehr lockten einige hundert Gäste in den Bürgergarten, um mehr über den afrikanischen Kontinent zu erfahren.

veröffentlicht am 19.08.2018 um 14:13 Uhr
aktualisiert am 19.08.2018 um 14:50 Uhr

Fröhliche Tänze sollen dem Afrika Tag einen guten Verlauf bringen.

Autor:

Peter Höxter
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Hamelns Oberbürgermeister Claudio Griese brachte die Erwartungen in seiner Eröffnungsrede auf den Punkt: „Für mich ist Afrika ein mystischer, unbekannter Kontinent und es ist gut, zu erfahren, was sich hinter den verschiedenen afrikanischen Kulturen verbirgt.“ Und genau das ist die Intention des Zusammenschlusses afrikanisch stämmiger Mitbürger, die sich als Afrika United an diesem Tag mit einem vielfältigen Programm präsentieren. Immerhin rund 5000 afrikanisch stämmige Menschen leben auch in unserer Region. Gandah Rufin, einer der Organisatoren, wurde in Togo geboren und lebt seit 1995 in Deutschland. Als Heilerziehungspfleger ist er inzwischen gut in seiner neuen Heimat angekommen und möchte mit Aktionen wie dieser die Integration und das harmonische Zusammenleben weiter fördern. „Wir möchten einen guten Kontakt zur heimischen Bevölkerung herstellen und unterschwellige Ängste abbauen.“

Bei herrlichem Sonnenschein sind Berührungsängste zwischen Gästen und Akteuren allerdings nicht zu spüren. Begeistert werden die Tänze, Erzählungen und Trommelkonzerte verfolgt. Afrikanische Kultur – es gibt übrigens über 200 verschiedenen Sprachen auf dem Kontinent – hat es heute leicht, Grenzen verschwinden zu lassen. „Afrika ist ja immerhin die Wiege der Menschheit“, sagt Gandah Rufin, „und vor langer Zeit waren alle Menschen dunkelhäutig. Erst die Völkerwanderungen haben, bedingt durch andere klimatische Verhältnisse, andere Hautfarben hervorgebracht“.

Im Bürgergarten werden am Samstag mindestens 15 verschiedene Sprachen gesprochen, durch die Kolonialzeiten ist aber auch Deutsch oder Französisch verbreitet. Diese koloniale Prägung habe auch die Geschichtsschreibung verändert, so Rufin, denn alle Geschichtsbücher wurden von Europäern geschrieben. Hier möchte Afrika United ansetzen und in Kindergärten und Schulen über die „wahre Geschichte“ Afrikas berichten.

Bunt und lebensfroh, das ist es, was die Gäste an diesem Tag erleben. Der Umgang mit den Elementen, tänzerisch ausgedrückt mit Feuer zum Beispiel. Nicht nur auf der Bühne – nein, mitten im Publikum. Eine afrikanische Modenschau verdeutlicht noch einmal die Liebe der Menschen des afrikanischen Kontinents zu leuchtenden und bunten Farben. Ein Highlight war sicherlich auch das Angebot afrikanischer Speisen. Hierzulande kaum bekannt, wird unter anderem Maniok, die Wurzel eines Wolfsmilchgewächses, die aus Südamerika von den Portugiesen nach Afrika eingeführt wurde, gerne verarbeitet. Ob gekocht oder eingelegt, hier lernt der Gaumen eine ganz neue Geschmacksvielfalt kennen. Und immer wieder die Klänge der Trommeln, nicht allein von der afrikanischen Gruppe „Zaouri“ sondern auch von der heimischen Trommelgruppe „Bantaba“, die bereits seit mehr als 20 Jahren besteht.

Mit der Ankündigung, dass es nicht bei diesem ersten afrikanischen Kulturtag bleiben wird, entsprach Afrika United ganz sicher den Wünschen der vielen hundert Gäste, die an diesem Tag viel gelernt und vor allem Lust auf mehr Information über einen vielfältigen Kontinent bekommen haben.



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kommentare

    Kontakt

    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt