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Friedensfest der Religionen mit acht verschiedenen Gemeinden / Bäume stehen fürs Miteinander

Das Münster öffnet die Türen und die Herzen

Hameln (fn). Acht Gemeinden, drei Religionen und ein gemeinsamer Wunsch – der Wunsch nach Frieden. Bereits zum fünften Mal fand das „Friedensfest der Religionen“ statt, diesmal wieder im Hamelner Münster, nachdem vor zwei Jahren die Moschee-Räume in der Hunoldstraße als Veranstaltungsort dienten.

veröffentlicht am 26.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 03:21 Uhr

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Die beiden Hamelner muslimischen Gemeinden, die jüdische Kultusgemeinde im Landkreis Hameln-Pyrmont, die liberale jüdische Gemeinde Hameln und Bad Pyrmont sowie die Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen Hameln hatten zu dieser besonderen Veranstaltung eingeladen. Das Interesse war groß, die Themen Frieden und das freundschaftliche Miteinander der Religionen schienen allen am Herzen zu liegen. Und wann bekommt man in einer evangelischen Kirche schon einmal hebräisch vorgetragene Lieder, eine Suren-Lesung, die zudem vom Arabischen ins Deutsche übersetzt wurde, sowie von muslimischen und jüdischen Kindern vorgetragene Lieder zu hören? Bei all der bunten Musik und vielen tragenden Worten, geschwiegen wurde auch – natürlich für den Frieden.

Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann fand in ihren Grußworten mit Lessings Ringparabel aus „Nathan der Weise“ einen Vergleich zum Miteinander der Religionen auch in Hameln. Und Ufuk Bölükbasi von der türkisch-islamischen Gemeinde DITIB betonte: „Man sollte nach Möglichkeit immer so friedlich und freundschaftlich miteinander umgehen wie bei der heutigen Feier. Die türkische Gemeinde DITIB ist für solche Veranstaltungen immer zu haben. Zudem steht unsere Moschee auch für Andersgläubige ständig offen.“

Die Schweigeminute hat der niedersächsische Landesrabbiner Jonah Sievers aus Braunschweig sicher nicht gemeint, als er feststellte, dass „man für den Frieden ganz schön schwer arbeiten muss, aber nicht schweigen soll“. Und vom Erfolg des Friedensfestes richtig überzeugt war Pastor Martin Hoffmann von der evangelisch-reformierten Gemeinde in Hameln: „Vor drei Jahren haben wir in unseren Pfarrgarten acht Bäume gepflanzt, jeweils zwei für die muslimischen und jüdischen und vier weitere für die christlichen Gemeinden in Hameln. Und alle Bäume sind glänzend angegangen – ein Zeichen des Himmels.“ So wie diese Bäume „nebeneinanderstehen und miteinander wachsen“, wünscht sich nicht nur Hoffmann das gemeinsame Leben verschiedener Religionen in Hameln und weltweit.

Jüdischer Tanz im altehrwürdigen Hamelner Münster – beim Friedensfest der Religionen ging’s durchaus fröhlich zu.

Foto: fn



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