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Museumsverein Hameln und Bergmannsmuseum Osterwald unterzeichnen Kooperationsvertrag

Das Lauensteiner Glas verbindet beide

Hameln (ni). Der Museumsverein Hameln und der Verein zur Förderung des Bergmannswesens Osterwald wollen künftig eng miteinander zusammenarbeiten. „Gemeinsam besser werden“ ist laut Dr. Gesa Snell das Ziel dieser Kooperation, die gestern mit der Unterzeichnung eines Vertrages offiziell besiegelt wurde.

veröffentlicht am 25.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 20:41 Uhr

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Snell, sowohl Leiterin des Hamelner Museums als auch Geschäftsführerin des Museumsvereins, hatte für den Akt ein ungewöhnliches Ambiente gewählt: ein gedeckter Tisch unter strahlend blauem Himmel, grüne Sträucher im Rücken und die schmucklose Halle vor Augen, in der die Schätze des Hamelner Museums während der Umbauphase von Leist- und Stiftsherrenhaus lagern. „Auch eine Gemeinsamkeit, die wir haben“, stellte denn auch der Vorsitzende des Osterwalder Vereins, Hans-Dieter Kreft, fest: Das zum Besucherbergwerk Hüttenstollen gehörende Museum werde zurzeit ebenfalls modernisiert. Das zweite verbindende Element: die Lauensteiner Gläser, die bekanntlich in Osterwald hergestellt worden seien und von denen das Hamelner Museum die größte nationale Sammlung besitze. Und an deren Ankauf Kreft laut eigener Erzählung übrigens nicht ganz unbeteiligt war. Er hatte erfahren, dass sich die Besitzerin von der Sammlung trennen wollte. Fast zeitgleich war ihm zu Ohren gekommen, dass der Museumsverein durch eine Erbschaft zu Geld gekommen war. Weil ihm die Gläser am Herzen lagen, hatte der „Hobbyhistoriker“ (Kreft über Kreft) zwischen beiden einen Kontakt vermittelt. Das erste Treffen „war nicht von Erfolg gekrönt“, erinnerte er sich gestern. Erst beim zweiten Besuch seien sich Museumsverein und Besitzerin über den Preis handelseinig geworden.

Die neuen Partner wollen sich „mit „Rat und Tat zur Seite stehen“, sich gegenseitig ihre Archive zur Verfügung stellen und über die jährlichen Veranstaltungstermine austauschen. Sie wollen untereinander und kostenlos Ausstellungsstücke ausleihen und wechselseitig füreinander werben. So steht es in dem Vertrag, „den nun beide Seiten mit Leben füllen müssen“, sagte Klaus Arnold anlässlich der Unterzeichnung. Wobei der Vorsitzende des Hamelner Museumsvereins keinen Zweifel daran ließ, dass er eine fruchtbare Beziehung sowohl zum Nutzen beider Einrichtungen als auch des Kulturtourismus in der Region vorhersieht. „Unsere lebendige Museumslandschaft zu vernetzen“ sei erklärtes Ziel des Vereins. Um ihm näherzukommen, würden zurzeit auch mit Rinteln und Bodenwerder Gespräche geführt.

Kulturachse hat sich allmählich entwickelt

Die „Kulturachse Hameln-Osterwald“ habe sich im Laufe der Jahre allmählich entwickelt. Der Vertrag mache nur sichtbar, „was jetzt schon passiert“, so Snell. Beide Vereine pflegen bereits enge Kontakte und helfen sich heute schon mit fachlichem Rat. In Zeiten, „in denen Beratung oft nur noch gegen Geld zu haben ist“, seien solche guten Beziehungen gar nicht hoch genug zu schätzen, sagte Snell.

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