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Betriebshof der Stadt muss für 700 000 Euro umfassend saniert werden / Im Frühjahr geht’s los

Das „Kunststück“ wird aufpoliert

HAMELN. Von „menschenwürdigen sanitären Anlagen“, die es endlich für die rund 150 Mitarbeiter gebe, war vor 30 Jahre die Rede bei der Einweihung des städtischen Betriebshofes in der Walter-von-Selve-Straße.

veröffentlicht am 03.12.2018 um 17:18 Uhr

Betriebshof-Mitarbeiter Dirk Kasenburg zeigt’s: Die Decken im Umkleidebereich sind sanierungsbedürftig. Foto: Dana
Lars Lindhorst

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Lars Lindhorst Reporter zur Autorenseite
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Zum Bezug des Neubaus im südlichen Industriegebiet Hamelns sprach der zuständige Architekt sogar von einem „Kunststück“, das den Planern gelungen sei: Denn statt geplanten zehn Millionen Mark hat der Bau des Betriebshofes „nur“ knapp über neun Millionen Mark gekostet – nicht selbstverständlich bei öffentlichen Bauten, wie der verantwortliche Architekt Wolfgang Hertrampf damals schon betonte.

Drei Jahrzehnte später ist der Betriebshof der Stadt wieder (bau-)fällig: Es stehen umfangreiche Sanierungen an – in alter D-Mark-Bemessung wieder in Millionenhöhe. Knapp 700 000 Euro will die Stadt Hameln nach aktueller Kostenberechnung in die Sanierung des Betriebshofes stecken. Schon im kommenden Frühjahr sollen die Bauarbeiten beginnen.

Die Sanitäranlagen machen auch im Jahr 2019 wieder einen Teil des Sanierungsbedarfes aus. Trink- und Abwasserleitungen müssten ausgetauscht werden, neue Armaturen brauche das Gebäude, „gemäß aktueller Trinkwasservorschriften“. Zumindest für den Sanitärbereich müsse für die Dauer der Bauarbeiten ein Ausweichquartier geschaffen werden.

Im Juni 1988 wurde der Neubau in der Walter-von-Selve-Straße feierlich eingeweiht. Foto: dana
  • Im Juni 1988 wurde der Neubau in der Walter-von-Selve-Straße feierlich eingeweiht. Foto: dana

Grundsätzlich geht es laut Stadtverwaltung aber vor allem um die energetische Sanierung der Gebäude, in deren Zuge auch bauliche Veränderungen vorgenommen werden, „um das Gebäude den heutigen Anforderungen und insbesondere den Brandschutz anzupassen“. Das Rathaus hat daneben den Ausbau belasteter Dämmung in Decken, Erneuerungsarbeiten an der Heizungs-, Lüftungs- und Elektrotechnik für notwendig erachtet. Es sind vor allem Baumaßnahmen in Bereichen, die auf den ersten Blick „nicht sichtbar“ sind, sagt ein Stadtsprecher.

Vor der Einweihung des neuen Betriebshofes im Juni 1988 haben sich die Aktivitäten der städtischen Bau- und Wirtschaftshöfe an vier Standorten im Stadtgebiet abgespielt, die, so ließen es Verantwortliche der Stadt vor 30 Jahren verlautbaren, dazu noch ziemlich unwirtschaftlich gewesen seien. Mit dem Neubau an der Walter-von-Selve-Straße habe die Stadt schließlich einen „Kompaktbetriebshof“ erhalten, der vor allem kurze Wege zwischen den Abteilungen versprach. Untergebracht sind seither die städtischen Mitarbeiter des Hoch- und Tiefbaus sowie der Grünpflege.

Bei „störungsfreiem Bauverlauf“ soll die Erneuerung des Betriebshofes schon im August 2019 abgeschlossen werden – rund drei Jahrzehnte nach Inbetriebnahme könnte auch dieses Unternehmen wieder ein „Kunststück“ werden.



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