weather-image
28°
Typisch Hameln? Allerdings.

Das Kulturangebot in der Stadt kann sich sehen lassen

„Typisch Hameln!“, heißt es in Internetforen schnell, wenn in Hameln irgendetwas nicht so rund läuft. Dabei gibt es so viel anderes, was das Prädikat „typisch Hameln“ zu recht und als Auszeichnung tragen könnte. Denn die Stadt hat viel Positives zu bieten. In der ersten Januarwoche soll es in der Dewezet an jedem Tag auch um die schönen und gelungene Seiten unserer Stadt gehen. In diesem Teil geht es um das (Sub-)Kulturangebot von Hameln.

veröffentlicht am 01.01.2018 um 20:02 Uhr

Pflasterfest. Foto: nls

Autor:

Philipp Killmann und Lars Lindhorst
Weiterlesen für 20 Cent oder mit Ihrem Digital-Abo
Sie haben bereits ein Digital-Abo der DEWEZET? Dann melden Sie sich hier mit Ihren DEWEZET -Login an und lesen Sie den Text, ohne Ihn bei LaterPay bezahlen zu müssen.

Über die ewige Klage, dass in Hameln nichts los sei, kann Gerd Siepmann nur den Kopf schütteln. Der Booker und Barkeeper der Kneipe K 3 hat es schon erlebt, dass gleich mehrere Konzerte auf ein und den selben Abend fielen. Mit der Konsequenz: Nirgends war so richtig was los. Deshalb wird Siepmann, der auch im Rat der Stadt Hameln sitzt (Die Linke), nicht müde, dafür zu plädieren, dass die Veranstalter wenigstens einmal im Jahr zusammenkommen, um sich auszutauschen und bei der Planung zumindest grob abzustimmen. Beschlossen ist das allerdings noch nicht. „Für eine Kleinstadt gibt es in Hameln ein unfassbar großes Kulturangebot“, meint Siepmann jedenfalls. Die Dewezet-Redaktion hat die (Sub-)Kulturlandschaft mal gesichtet. Unsere Tendenz: Ziemlich viel los in Hameln! Einige Beispiele:

Es ist nicht nur gefühlt „der Bär los“, wenn Hameln zum Pflasterfest ruft. Seitdem die Fußgängerzone saniert worden ist, verwandelt sich die Innenstadt einmal im Jahr zu einer großen Bühne. Beim nächsten Pflasterfest vom 24. bis 26. August sind erneut 80 Bands aus der Region, dem In- und Ausland angekündigt, die die Menschen in Musikfestival-Stimmung bringen werden. Ein Laser-Scanner der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT) registrierte beim letzten Pflasterfest eine tägliche Besucherfrequenz von 58 000. Gewiss werden hier auch manche Besucher doppelt an den Lichtschranken gezählt. Sicher ist dennoch: Das Angebot im kleinen Hameln zieht Besuchermassen. Und das Pflasterfest ist die meistbesuchteste Veranstaltung in der Innenstadt.

Ähnlich viel Trubel ist wohl bei der Mystica Hamelon (2. bis 4. März) zu erwarten. Dann taucht die Stadt ein in finstere Mythen, Sagen und Legenden. Die HMT hat damit den Nerv vieler Menschen getroffen. Mittelalterliche Spektakel kommen gut an beim Publikum. Die Mystica macht Hameln zwar nicht gleich einzigartig, aber im Wortsinn furchtbar interessant.

Punk-Rock im K3. Foto: km
  • Punk-Rock im K3. Foto: km
Weihnachtsmarkt. Foto: Dana
  • Weihnachtsmarkt. Foto: Dana
Musicals im Theater. Foto: Theater Hameln/pr
  • Musicals im Theater. Foto: Theater Hameln/pr

Es wird aber auch ausprobiert – neue Konzepte im Kultur- und Kommunikationszentrum Sumpfblume zum Beispiel. Das Veranstaltungsprogramm ist verändert worden. Gut beim Publikum kommt etwa eine neue Party-Reihe an, die auf Fans von Elektro- und Technomusik ausgerichtet ist.

Im Kunstkreis Hameln im Rolf-Flemes-Haus finden regelmäßig Ausstellungen statt, vereinzelt auch im Verbund mit musikalischen Einlagen. Auch in der Arche werden Bilder, Skulpturen und andere Kunstwerke ausgestellt.

Dafür, dass Hameln eine Kleinstadt ist und über keine Universität verfügt, die junge Menschen anzieht, gibt es auch eine recht große Spannbreite an Angeboten aus der Subkultur. Allen voran Punk-Rocker, Heavy-Metal-Heads sowie Ska- und Reggae-Freunde kommen in Hameln häufig auf ihre Kosten. Als erste Adressen sind dafür das K 3, der Mad Music Club, der Freiraum, der Regenbogen und der Hafenverein zu nennen. Zuletzt wurde auch die Hip-Hop-Szene wieder lebendiger. Das Hamelner „Out of Line“-Team lud in 2017 zum erstmals stattfindenden Hip-Hop-Café in der Sumpfblume ein, nur wenig später stellte der Vitamin Club eine Hip-Hop Shisha-Lounge auf die Beine.

Davon abgesehen gibt es noch eine ansehnliche Kneipen- und Bar-Landschaft: von der Pinte über das Mo, die Alte Post und das Kaleu bis zur Badewanne, wo in unregelmäßigen Abständen ebenfalls musikalische oder andere Veranstaltungen stattfinden. Der Angebote gibt es genug. Man muss sie nur nutzen.

Copyright © Deister- und Weserzeitung 2018
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.

Mehr Artikel zum Thema
Weiterführende Artikel
    Anzeige

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Kommentare