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Leser fragt, warum die Jugendwerkstatt nicht gerettet wird / Außerdem schlägt die Knöllchen-Wut Wellen

„Das kann es doch nicht gewesen sein“

Hameln. Hamelner Bautage, „Mystica Hamelon“, Osterbasar und Auto-Show im Hefehof und dazu noch ein verkaufsoffener Sonntag: Der Hamelner Veranstaltungs-Marathon am vergangenen Wochenende kam bei heimischen wie auswärtigen Besuchern gut an. Günter Bruno ist einer von denen, die extra aus Hannover anreisten – und prompt einen Strafzettel kassierten. Durch parkende sowie an- und abreisende Fahrzeuge würden Fußgänger gefährdet, habe das Ordnungsamt auf Nachfrage begründet. „Komisch finde ich aber, dass das Parkverbot bei bestimmten Veranstaltungen aufgehoben wird. Werden da dann keine Fußgänger gefährdet?“, fragt der 72-Jährige. In die „Autofänger-Stadt“ Hameln werde der Hannoveraner jedenfalls vorerst keinen Fuß mehr setzen. Dass sich die Stadt Hameln hier ein „starkes Stück“ erlaubt hat, findet auch Ursula Recker: „Dass die extra sonntags Leute abstellen, um Besuchern Strafzettel zu verpassen, kann ich kaum fassen“, so die 54-Jährige. „Vielleicht“, schlägt die Hamelnerin Ingrid Hartmann vor, „kann man ja einen Parkschein-Automaten dort aufstellen.“ Das wäre sinnvoller, als den Platz dauerhaft frei zu halten.

veröffentlicht am 06.03.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 04.11.2016 um 12:21 Uhr

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In dieselbe Kerbe schlägt Leserin Karin Buchta aus Bad Pyrmont. Die 71-Jährige und ihr Ehemann seien am Sonntag mit dem Zug nach Hameln gefahren, um beim verkaufsoffenen Sonntag keinen Parkplatz suchen zu müssen. „Am Bahnhof hätten wir aber über eine halbe Stunde auf den nächsten Bus warten müssen, und der Fußweg ist für uns zu weit.“ Also fuhr das Ehepaar geradewegs zurück nach Hause – und wünscht sich für die Zukunft einen regelmäßigen Pendelverkehr vom Bahnhof in die Innenstadt.

Eine Schieflage sieht auch der Hamelner Jürgen Wehage: Auf der einen Seite lehne die Stadt die Aufstellung fester Blitzer ab, weil man mit ihnen vor allem Fremde abzocken würde. Auf der anderen Seite verteile das Ordnungsamt aber an genau diese Auswärtigen Strafzettel am Fließband. Wenn die Stadt Sonntags schon Personal aussende, sollten diese doch lieber dafür sorgen, dass die Papierkörbe nicht überquellen. „Der Papierkorb vor dem Museum – eines der meistfotografierten Häuser in Hameln – war proppenvoll“, beklagt sich der 65-Jährige.

Sven-Jürgen Finné aus Hameln findet es bedauerlich, dass die Jugendwerkstatt so sang- und klanglos untergeht. „Wenn die Wesermühlen oder Vogeley schließen, springt Frau Lippmann gleich in die Bresche“, sagt der 76-Jährige. „Wenn aber eine Institution wie die Jugendwerkstatt schließt, die ebenfalls eine lange Tradition in Hameln hat, hilft niemand aus der Politik.“

Manfred Griese aus Emmerthal findet, dass die Rattenfängerhalle zur Zeit „erbärmlich aussieht“. Alle Fenster im Erd- sowie im ersten Obergeschoss seien mit Plakaten und Ankündigungen zugeklebt. „Es wird so viel darüber geredet, wie man Touristen nach Hameln lockt – und das ist das erste, was sie sehen müssen.“

Die Raserei an der „Fahlte“ treibt Edelgard Koglin zur Verzweiflung: „Hier werden rote Ampeln überfahren, auf der kaputten Straße poltern Lkw – und seit auf der Basbergstraße nachts Tempo 30 herrscht, toben sich alle hier aus.“ Die 78-jährige fühle sich mittlerweile wie im „wilden Norden“ – und von Stadt und Verwaltung nicht ernst genommen.

Und über die Blinden-Leitlinie an der Bushaltestelle am Bahnhof wundert sich Wolfgang Lücke: Diese sei zwar vorhanden, jedoch nicht farblich abgesetzt. „Man hat dort nur dunkle Platten verbaut“, wundert sich der Hamelner. Das sei an anderen Haltestellen deutlich besser gelöst.ww



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