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Das ist eine der vier schönsten Strecken…

veröffentlicht am 19.09.2011 um 14:46 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Hameln (jlg). Punkt 8 Uhr wird im Beisein von Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann am kommenden Samstag, 24. September, die 306. Hamelner Grenzbeziehung an der Hochzeitshaus-Terrasse im Herzen Hamelns eröffnet.

Eine Viertelstunde später setzen sich die Grenzbezieher und Gäste in Bewegung. Die Veranstalter rechnen mit wenigstens 300 Teilnehmern – und außerdem nicht nur mit sonnigen Gemütern, sondern auch mit sonnigem Wetter, um die 20 Grad Celsius. Wenn Petrus hält, was die Wettervorhersage verspricht, dann werden der erste Umtrunk auf dem Gelände von Peter Ehlerding, das Frühstück bei Falk Kunkel, das zweite Frühstück auf dem Fritz-Gründer-Platz und die Mittagsrast an der Heisenküche sicher doppelt so gut schmecken. Für die Wegzehrung an den markanten Punkten werden Monika Töneböhn und Margrit Schrell unter anderem 800 Brötchen schmieren und belegen.

Dass es, wie im Jahre 2005, mit dem Essen knapp werden könnte, damit rechnet Töneböhn nicht – damals aber waren aus Anlass des 75-jährigen Bestehens des Vereins 800 Menschen auf den Beinen – Rekord! „Wir sind aber schon zufrieden, wenn 300 Menschen in diesem Jahr mitkommen. Das ist doch ’ne Menge“, sagt der Grenzbezieher-Chef, nicht ohne darauf hinzuweisen, dass diese Tour alljährlich nicht bloß für die alteingesessenen Hamelenser ist, sondern auch für Hamelunken und Gäste der Stadt. Ein Event eben – nicht mehr und nicht weniger.

Für Horst Töneböhn, Präsident des Vereins für Grenzbeziehung und Heimatpflege von 1930 Hameln, ist die Sache klar: „Der Weg über Rohrsen und Heisenküche ist einer der vier schönsten der Grenzbeziehung.“

Jeden letzten Samstag im September jährt sich der Tag, an dem die Grenzbezieher davonschreiten, um nach dem Rechten zu sehen. Was aus einer langen Tradition erwachsen ist und früher einen durchaus ernsten Hintergrund hatte, kommt im 21. Jahrhundert der Geselligkeit zugute. „Menschen aus Hameln und Umgebung treffen sich, um eine Tradition zu pflegen und Spaß zu haben.“ Einer der größten Spaßvögel sei ohne Zweifel Jobst-Wilhelm Brüggemann, „Ortshüter eines kleinen gallischen Dorfes namens Rohrsen, der diesmal angekündigt hat, dass wir nicht durchkommen werden“, sagt Töneböhn und freut sich schon auf die Begegnung an der Rohrser Grenze. „Keine Ahnung, was er vorhat.“ Das ist nur einer von mehreren Höhepunkten, die die 16,4 Kilometer lange Strecke bereithält, natürlich auch mit Böllerschüssen und Schlürschlucken.

Die Grenzbezieher werden unter sich ihre 306. Tour bereits am Freitagabend im Hotel zur Börse mit dem traditionellen Eröffnungsabend einläuten.



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