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Türkischer Chor zu Gast am Viktoria-Luise-Gymnasium / Nationalhymnen in beiden Sprachen

„Das ist ein bisschen wie beim Länderspiel“

Hameln (ohm). Vielstimmig klingt die erste Strophe der türkischen Nationalhymne durch die Flure des Nebengebäudes des Viktoria-Luise-Gymnasiums. „Korma sönmez bu safaklarda yüzen al sancak“, singen rund 240 Stimmen im Chor. 38 von ihnen können Text und Melodie perfekt, der Rest gibt sich Mühe, die ungewohnten Laute richtig auszusprechen. Angeleitet werden sie vom Dirigenten Mete Gökçe, der mit dem türkischen Universitätschor Çanakkale Onsekiz Mart zurzeit auf Deutschlandbesuch ist. „Sie geben eine Woche lang Konzerte in der Region und haben sich bereiterklärt, für die Schüler hier einen Musik-Workshop zu machen“, erzählt Hans-Martin Haas, Musiklehrer am Viktoria-Luise-Gymnasium.

veröffentlicht am 30.08.2011 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 08.11.2016 um 03:21 Uhr

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Er war es auch, der den Chor nach Hameln geholt hat: Mit dem Jungen Vokalensemble Hannover war er auf einer Konzertreise in Çanakkale in der Türkei gewesen und hat nun beim Rückbesuch der türkischen Musikstudenten die Stippvisite in Hameln organisiert. „Wir sind sehr froh, hier zu sein und den Schülern einen Einblick in die türkische Musikkultur zu geben“, erzählt Gökçe.

Mit einem Gemisch aus Türkisch, Englisch und Deutsch verständigen sich die fremden Musikstudenten mit ihren interessierten Zuhörern. An einer Station erklären sie ihnen eine türkische Flöte, an einer anderen machen sie mit ihnen Stimmübungen und bringen ihnen türkische Volkslieder bei. Dabei ist es selbst nach dem dritten Nachsprechen nicht einfach, die türkischen Worte ohne Versprecher rauszubringen. Aber schon das bunte Stimmengewirr zeigt, mit viel Begeisterung die Schüler ans Werk gehen. „Wir freuen uns, den Chor hier zu Gast zu haben“, sagt Ute Sandfuchs, die Fachbereichsleiterin für Musik.

Doch mit der türkischen Hymne wollen es die Gäste nicht auf sich beruhen lassen – sie fordern die deutsche Hymne. Also bekommen diesmal die Türken Deutschunterricht, sprechen jedes Wort konzentriert nach und warten gespannt darauf, dass am Klavier der erste Ton angestimmt wird. „Einigkeit und Recht und Freiheit“, singen die Schüler, und die türkischen Gäste geben sich Mühe, mitzusingen. „Das ist ein bisschen wie beim Länderspiel“, sind sich die jungen Leute einig. Für was genau der folgende Applaus ist, weiß keiner so genau, doch spontan stimmen sie alle noch ein letztes Mal die türkische Hymne an, um zu zeigen, was sie heute gelernt haben. Und zum Schluss klingt es so ergreifend, dass sich die Musiker aus der Türkei einfach nur freuen, hier gewesen zu sein.

Gemeinsames Singen mit deutschen und türkischen Jugendlichen – beim Vikilu ein erfolgreiches Projekt.

Foto: ohm



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