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Traditionelle Einschreibfeier für 256 Lehrlinge / Auch der Präsident aus Berlin ist dabei

Das Handwerk – Wirtschaftsmacht von nebenan

Hameln (CK). Wäre das Wetter am Samstag ähnlich schlecht gewesen, wie die Meteorologen es vorausgesagt hatten, dann hätten die neuen Auszubildenden des Handwerks als erste Lektion gelernt: Man darf nicht gerade aus Zucker sein, wenn man Dachdecker oder Maler lernt. So aber schien die Sonne, als sich ein großer Tross aus Lehrlingen, meistern, Lehrern, Eltern und auch zahlreichen Politikern, darunter die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Lösekrug-Möller und der CDU-Landtagsabgeordnete Otto Deppmeyer, auf den Weg durch die Innenstadt machten. Zum mittlerweile siebten Mall hatte die Kreishandwerkerschaft eine traditionelle Einschreibfeier ausgerichtet für all jene, die mit Ausbildungsbeginn eine Lehre in einem der zahlreichen Handwerksberufe begonnen hatten.

veröffentlicht am 15.10.2012 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 05.11.2016 um 09:41 Uhr

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„Mit 265 neu registrierten Verträgen hat das heimische Handwerk auch in diesem Jahr wieder seine Verpflichtung unter Beweis gestellt, junge Leute auszubilden“, so Kreishandwerksmeister Karl-Wilhelm Steinmann, an seiner Seite Lehrlingswartin Karin Echtermann, die in dieser Feier auch einen Beleg dafür sieht, dass die jungen Leute in die Gemeinschaft aufgenommen werden. Zugleich mahnt sie, angesichts des demografischen Wandels um Nachwuchs zu werben. „Mit dieser herausragenden Veranstaltung dokumentiert das Handwerk aber auch Geschlossenheit nach außen und signalisiert, welch hohen Stellenwert eine fundierte Ausbildung im Handwerk heutzutage hat“, ergänzte Steinmann. Erstmals gab sich in diesem Jahr auch die Spitze des Handwerks die Ehre: Otto Kenzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks, belegte nach Steinmanns Worten mit seiner Anwesenheit nicht nur, welche Bedeutung man im Landkreis der Ausbildung beimesse, sondern auch, dass man das in Berlin mittlerweile erkannt habe.

Der Handwerkspräsident ging in seiner Ansprache auf den aktuellen Wandel ein, dem das Handwerk unterliegt. „Die Anforderungen und durchweg breiter, vielfältiger und anspruchsvoller geworden“, sagte er. Auch wenn man beim Nachwuchs weder einen Einstein noch einen Picasso erwarte, so sei doch Kreativität und Leistung immer wichtige geworden, außerdem das Beerschen modernster Techniken. „Handwerk ist für alle Talente offen“, warb der Präsident mit Blick auf junge Migranten, um deren Potenzial man durchaus wisse. Und weil schon heute jeder zweite Betrieb Schwierigkeiten bei der Suche nach kompetenten Mitarbeitern hat, will man sich auch intensiv um schulschwächere Bewerber kümmern, versicherte er.

Dass Handwerk noch immer den sprichwörtlichen goldenen Boden hat, machte Kentzler deutlich, als er die vielfachen Perspektiven aufzählte, die sich jungen Menschen nach der Ausbildung bieten. „Das Handwerk als zukunftsorientierter Wirtschaftsbereich braucht junge Menschen, die in Zukunft viele der spannenden und wichtigen Aufgaben anpacken. Gerade in Zeiten, in denen viele möglichst schnell Geld verdienen wollen, steht Handwerk für Stabilität, Verantwortung und Verlässlichkeit. Wir halten zu unseren Mitarbeitern, auch in Krisenzeiten. Wir nutzen das lokale Potenzial und sind in der Region fest verankert“, so der Präsident weiter. Er versprach, in Berlin für bessere Rahmenbedingungen zu kämpfen und lobte besonders die Familienbetriebe mit ihrer „herausragenden Unternehmenskultur“. Das Handwerk sei einfach „Die Wirtschaftsmacht. Von nebenan.“

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Zuvor hatte sich der Präsident im Hochzeitshaus bereits in das goldene Buch der Stadt eingetragen. Und Lehrlinge und Begleiter marschierten zu den Klängen des Musikzuges Rot-Weiß Hemeringen durch die Stadt bis zur Marktkirche. Dort fand ein konfessionsloser Gottesdienst statt, in dem mit Fürbitten an ethische Tugenden erinnnert werden sollte.

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In einem bunten Zug marschierten die Auszubildenden mit Eltern, Lehrern und Meistern quer durch die Stadt.

Fotos: Dana



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