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… aber nie bekommen: Dewezet-Redakteure über weihnachtliche Enttäuschungen

„Das habe ich mir so sehr gewünscht …“

Hameln. Zwischen Kinderwunsch und elterlichem Erfüllungswillen liegen nicht selten Welten. Besonders bei Geschenken. Viele finden den Weg unter den Weihnachtsbaum nie. Zu groß, zu teuer, unpraktisch, pädagogisch nicht wertvoll – die elterliche Begründungsliste ist lang und überzeugt selten. Doch was waren das damals für Dinge, die man unbedingt haben wollte, aber partout nicht bekam? Wir haben uns in der Redaktion umgehört:

veröffentlicht am 24.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:41 Uhr

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Birte Hansen: Ich habe mir die Original-Barbie von Mattel gewünscht, die war meinen Eltern zu teuer. Ich habe dann ein Ersatzmodell bekommen. Bei dem war es zumindest nicht schlimm, dass die Haare nach dem Friseurspielen nicht mehr nachwuchsen.

Jobst-Christian Höche: Ich habe mir immer einen Hund gewünscht. Und meine Mutter hat jedes Jahr zu Weihnachten wieder gesagt: „Den wird es nicht geben.“ Vor fünf Jahren habe ich mir den Wunsch dann selbst erfüllt.

Tomas Krause: Es war Mitte der 1990er Jahre. Zum guten Geschmack gehörten lange Haare, Karohemden, laute Musik und natürlich eine Lavalampe. Von Mathmos musste sie sein, Modell Astro – violettfarbenes Wasser, so stand sie auf meinem Wunschzettel. Aber bekommen habe ich sie nicht. Dafür bestimmt etwas anderes Schönes, an das ich mich nur nicht mehr erinnern kann. Weil mich das psychedelische Gewaber in der Leuchte nicht loslässt, muss ein gehöriger Teil meines letzten Zivi-Gehalts herhalten, um meine neubezogene Studentenbude mit der langersehnten Lavalampe auszustatten. Es dauert allerdings kaum zwei Jahr, dann sind Lavalampen, Grunge und die 90er out. Ein neues Jahrtausend hat begonnen.

3 Bilder

Christa Koch: Ich kann mich noch ziemlich gut daran erinnern, wie ich mit meinem Bruder zu Weihnachten durchs Schlüsselloch guckte und unterm Tannenbaum eine kleine Kinderschreibmaschine sah. Die war echt toll. Die Sache hatte nur einen Haken: Die Schreibmaschine war nicht für mich, sondern für die kleine Schwester meiner Schwägerin bestimmt – und ich bekam etwas anderes, an das ich mich nicht erinnere. Vielleicht hat dieses Geschenke-Trauma bei meiner späteren Berufswahl unbewusst eine Rolle gespielt.

Dorothee Balzereit: Ich habe mir – im üblichen Alter – ein Pferd gewünscht. Ein schwarzes mit weißer Blässe sollte es sein, wie Black Beauty. Das sollte in unserem Garten grasen, der war ja groß genug. Den Stall hätte mein Vater bauen können. Dachte ich zumindest. Er hat auch nicht direkt „nein“ gesagt, sondern „mal sehen“.

Dabei blieb es dann leider.

Frank Henke: Klar, ein BVB-Trikot hatte ich schon als Sechsjähriger bekommen, doch das war dann irgendwann zu klein. Also träumte ich von einem neuen – mit dem Sponsor-Aufdruck: „Artic-Eiscreme“. Auf meinem alten stand schließlich noch „Uhu“. Bekommen habe ich das neue Trikot nie. Vorwerfen kann ich es meinen Eltern aber nicht: „Schon wieder eine andere Werbung auf den Trikots? Diesen Quatsch mache ich nicht mehr mit!“, beantwortete Mitte der 1980er Jahre der einzige Sporthändler in meiner westfälischen Heimatstadt barsch die Anfragen von Dortmund-Fans. Heute sind von Borussia fünf verschiedene neue Trikots pro Saison erhältlich – der Sportladen existiert längst nicht mehr.“

Hans-Joachim Weiß: Gewünscht habe ich mir zu Weihnachten ein Paar Skier, bekommen habe ich jedoch Gleitschuhe. Meine Eltern meinten: „Damit kannst Du nicht nur auf Schnee, sondern auch auf Eis fahren.“

Strahlende Augen am Weihnachtsbaum? Das ist nicht immer so …Bilderbox



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