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Heuschnupfen, Sonnenbrand und Allergien – der Sommer bringt gesundheitliche Tücken mit sich

Das große Jucken

Hameln. So schön der Sommer auch ist: Er hat auch seine schlechten Seiten und manche Menschen leider ganz besonders unter dem eigentlich schönen Wetter. Denn auch, wenn der Pollenflug in den besonders heißen Monaten etwas zurückgeht – vollkommen verschwunden sind die kleinen Feinde der Allergiker nie. Und ist beim Pollenflug mal etwas Ruhe eingekehrt und der leidgeplagte Allergiker will das schöne Wetter genießen, drohen Sonnenallergie, Sonnenbrand oder gar ein Sonnenstich. Wie steht es um das aktuelle Biowetter? Und was sollte man tun, wenn die Haut bereits auf die Sonnenstrahlen reagiert?

veröffentlicht am 07.08.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 28.10.2016 um 20:21 Uhr

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Autor:

Svenja-a. Möller
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Welche Pollen fliegen derzeit? Der Pollenflug geht in den Monaten Juli und August zurück. Für den Raum Hameln wird in den nächsten Tagen ein schwacher Pollenflug von Beifuß und Gräsern vorausgesagt. Roggenpollen können in schwacher Konzentration ebenfalls unterwegs sein. „Auch Wegerich, Brennnessel und Goldrute fliegen derzeit“, weiß Birgit Köpps-Padberg, Sprecherin der Apotheken in Hameln. Sie mahnt, auch die sogenannten Kreuzallergien zu beachten: „Jemand, der auf Beifuß reagiert, reagiert oft auch auf Sellerie, Karotten, Paprika oder Gewürze wie Pfeffer und Knoblauch.“

Wird der Pollenflug zum Herbstbeginn schwächer oder stärker? Insgesamt wird sich der Pollenflug eher abschwächen. Die Belastung durch Roggenpollen wird Mitte des Monats abnehmen und im September verschwinden. Über August und September halten sich lediglich Ambrosia- und Gräserpollen. Im Oktober kann sich noch eine schwache Konzentration von Ambrosiapollen bemerkbar machen, bis diese spätestens Mitte November vollends versiegt. Im Winter fliegen dann so gut wie keine Pollen.

Warum reagiert der Körper überhaupt auf Pollen? Sobald die Blütenpollen mit den Schleimhäuten in der Nase oder an den Augen in Kontakt kommen, kann eine Pollenallergie ausgelöst werden. Dabei reagiert das körpereigene Immunsystem auf die eigentlich harmlosen Baum-, Getreide- oder Gräserpollen. Die in den Pollen enthaltenen Allergene sind für die allergische Reaktion verantwortlich.

Was ist eine Sonnenallergie? Den Begriff Sonnenallergie gibt es in der Medizin genau genommen gar nicht. Er wird umgangssprachlich genutzt für eine Reihe von Erkrankungen, bei denen Sonnenlicht eine Rolle spielt. Was meist als Sonnenallergie bezeichnet wird, ist eine Reaktion der Haut auf Sonneneinstrahlung nach längerer „Abstinenz“. Nach dem Sonnenbad bilden sich auf der Haut juckende, fleckige Rötungen. Eine Sonnenallergie kann auch auftreten, wenn man sich mit einem Sonnenschutzmittel eingecremt hat. „Dann reagiert der Körper auf die Kombination von Sonne und die in den Cremes enthaltenen Fette und Emulgatoren“, weiß Köpps-Padberg. Um Hautreaktionen zu vermeiden, empfiehlt die Apothekensprecherin die Verwendung spezieller Produkte, die frei von diesen Stoffen sind.

Was sollte man bei einem Sonnenbrand tun? „So weit sollte man es erst gar nicht kommen lassen“, mahnt die Pharmazeutin. „Von Anfang an sollte man sich gut eincremen, nicht zu wenig nehmen“, sagt Köpps-Padberg. Ist es doch so weit gekommen, sollte die Haut mit einer Bepanthol-Lotion eingecremt werden, damit sie sich regenerieren kann. Wichtig ist es, der Haut die Feuchtigkeit, die sie verloren hat, wiederzugeben.

Nach dem Sonnenbrand pellt sich die Haut. Sollte man die Hautstücke abziehen oder dranlassen? „Die Haut sollte nicht abgezogen werden. Man sollte sich stattdessen regelmäßig eincremen“, empfiehlt die Apothekensprecherin. Um die Regeneration zu unterstützen, sollte die Creme spezielle Hautvitamine enthalten.

Muss man sich derzeit vor der Sonne schützen? Wie hoch ist der UV-Index? Der UV-Index, der angibt, wie hoch die sonnenbrandwirksame solare Bestrahlungsstärke derzeit ist, bewegt sich auf einer Skala von 0 bis 12. Bei 0 ist kein weiterer Schutz nötig, wird der UV-Index 12 erreicht, sollte man sich übermäßig schützen. Der UV-Wert liegt derzeit bei 6. Mittags sollte man die Sonne meiden, sich immer eincremen und mit entsprechender Kleidung und einem Hut schützen.

Und wie sehen die Ozonwerte aus? Das Umweltbundesamt warnt vor erhöhten Ozonbelastungen und möglichen Folgen. Deutschlandweit könne es heute zu hohen Konzentrationen kommen, die vereinzelt auch oberhalb der Alarmschwelle von 240 Mikrogramm je Kubikmeter Luft liegen können.

Sonnenbrand schmerzt nicht nur: Er ist für den Körper eine große Belastung und schädigt die Haut dauerhaft.dpa



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