weather-image
17°

Stadt Hameln und Beschicker liegen über Kreuz

Das große Geld vom Weihnachtsmarkt – wo ist es nur hin?

Hameln (ni). Jahrelang hat die Stadt Hameln die Beschicker des Weihnachtsmarktes zusätzlich zur Standgebühr mit einem sogenannten „Standgeld“ zur Kasse gebeten – und dabei geschickt kaschiert, dass es sich dabei um einen freiwilligen Beitrag handelt. Jahrelang hat sie dieses Geld für die Interessengemeinschaft Weihnachtsmarkt nicht nur eingezogen, sondern auch verwaltet – und dabei Schulden in Höhe von 60 000 Euro angehäuft. Jetzt muss sie zittern, ob sie das Geld je wiedersieht. Die IG Weihnachtsmarkt und das Ordnungsamt Hameln galten als unzertrennliches, glückliches Paar. Das Ordnungsamt übernahm den organisatorischen Teil des Hamelner Weihnachtsmarktes, die IG sorgte für Highlights wie Dekoration und Rahmenprogramm. Um die Extras bezahlen zu können, hatte die IG bei einer Versammlung der Beschicker im Jahr 2002 beschlossen, von den Standbetreibern auf dem Weihnachtsmarkt einen „Werbegroschen“ zu kassieren. Und damit sich möglichst niemand um diesen freiwilligen Zuschuss zur Verbesserung des Ambientes drückt, hat ihn die Stadt Hameln in ihren Gebührenbescheiden an die Beschicker in dürrem Amtsdeutsch wie eine Pflichtleistung verpackt. Unter dem Stichwort „Kostenfestsetzung“ findet sich in den Bescheiden der „Zahlungshinweis“, dass neben den reinen Standgebühren und als Beitrag zu Programmkosten und Werbemaßnahmen „ein Standgeld zu zahlen ist“. Von Freiwilligkeit ist auch nicht andeutungsweise die Rede. Möglicherweise mit ein Grund dafür, dass die Beschicker brav zahlten – mit einer einzigen Ausnahme.

veröffentlicht am 04.09.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 07:21 Uhr



Copyright © Deister- und Weserzeitung 2019
Texte und Fotos von dewezet.de sind urheberrechtlich geschützt.
Weiterverwendung nur mit Genehmigung der Chefredaktion.


Anzeige
Weiterführende Artikel

    Immobilien in Hameln: auf immo.dewezet.de finden Sie tagesaktuelle Angebote zur Miete und zum Kaufen

    Immobilien mieten

    Immobilien kaufen

    Anzeige
    Anzeige
    Kontakt
    Redaktion
    E-Mail: redaktion@dewezet.de
    Telefon: 05151 - 200 420/432
    Anzeigen
    Anzeigen (Online): Online-Service-Center
    Anzeigen (Telefonisch): 05151 / 200 - 666
    Abo-Service
    Abo-Service (Online): Online-Service-Center
    Abo-Service (Telefonisch): 05151 / 200 777

    Keine Zeitung bekommen? Hier zur Zustell-Reklamation.
    X
    Kontakt