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Rhabarber schmeckt zwar wie Obst, ist aber keins – und kommt in diesem Jahr etwas später als sonst auf den Tisch

Das Gemüse mit dem „geschwätzigen“ Namen

Hameln. „Rhabarber, Rhabarber, Rhabarber“ – aus der Wiederholung der Wörter entsteht ein Singsang mit historischer Vergangenheit. Als nämlich die ersten Tonfilme gedreht wurden und eine gleichmäßige und lebhafte Geräuschkulisse erzeugt werden sollte, mussten die Statisten ständig „Rhabarber, Rhabarber“ vor sich hersagen. Daher soll angeblich der Ausdruck für „sinnloses Geschwätz“ stammen. Wer sich auf dem gestrigen Wochenmarkt beim Anblick der rot-grünen Stängel dieses Singsangs bediente, tat es wohl eher aus purer Freude. Denn endlich ist er da, der erste deutsche Rhabarber. „Der Start in die Saison fällt diesmal etwas später aus, da es bislang zu kalt war“, erklärte Hartwig Fischer. Der Obst- und Gemüsehändler aus Haverbeck musste gestern jedoch noch auf Rhabarber aus der Pfalz zurückgreifen. Aufgrund der nun (hoffentlich) steigenden Temperaturen gehe er aber davon aus, am Samstag die erste eigene Ernte anbieten zu können. Gerade noch rechtzeitig für die Kunden, um einen leckeren Sonntagskuchen backen zu können. Rezepte dafür gibt es in Hülle und Fülle – beispielsweise mit Baiser oder Vanillepudding.

veröffentlicht am 16.04.2015 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 29.10.2016 um 20:41 Uhr

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Als Alternative für Eilige bietet sich die Zubereitung eines Rhabarber-Müsli-Crumbles an. Etwa 600 Gramm Rhabarber putzen, in kleine Streifen schneiden, in eine mit Butter eingefettete Auflaufschale füllen und mit etwas Honig beträufeln und mit Zimt würzen. Anschließend im vorgeheizten Backofen bei 180 bis 200 Grad backen. In der Zwischenzeit 200 Gramm Knuspermüsli mit 60 Gramm Weizen- oder Mandelmehl und etwas Butter verkneten. Die Masse dann auf dem Rhabarber verteilen und weitere 15 Minuten goldgelb backen. Den Crumble aus dem Ofen nehmen, etwas abkühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben. Das i-Tüpfelchen ist eine Kugel Vanilleeis.

Der ursprünglich aus dem Himalaja stammende Rhabarber ist übrigens kein Obst, sondern ein Gemüse aus der Familie der Knöterichgewächse. Er ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Pektinen, darf aber wegen seiner Oxalsäure nicht roh verzehrt werden. Aus seinen großen Blättern könne originelle Schalen für den Garten hergestellt werden. Bauanleitungen gibt es im Internet – beispielsweise unter der Adresse: www.weltdesgartens.de

Vom Hamelner

Wochenmarkt berichtet Christiane Stolte



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