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Das Geld für die Heimtiere reicht vorne und hinten nicht

veröffentlicht am 17.10.2011 um 18:05 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:34 Uhr

Hameln (bha). Der Deutsche Tierschutzbund fordert einen "Rettungsschirm" für Tierheime. Eine alberne Forderung? Ganz und gar nicht. Denn Tierheim sind hierzulande chronisch "pleite". In der Regel fehlt ihnen das Geld, um die Tiere gut versorgen und ihnen ein schönes Zuhause bieten zu können.

In Hameln werden jährlich 250 000 Euro Hundesteuer eingenommen. Diese dürfen allerdings nicht zweckgebunden für Tiere eingesetzt werden. Verpflichtet ist die Stadt lediglich zur Zahlung einer Pauschale pro Hund und Katze. Für das Hamelner Tierheim bedeutet das: Für jeden Hund, der abgegeben wird, erhält das Tierheim 10 Euro am Tag, für jede Katze sind es 8 Euro täglich - nach 28 Tage gibt es kein Geld mehr für das Tier.
2010 flossen so insgesamt 26 000 Euro Steuermittel ins Tierheim. Damit können die Kosten jedoch bei Weitem nicht gedeckt werden, sagt Claudia Gebhardt, Leiterin des Hamelner Tierheims. Meist reiche das Geld nicht einmal, um die Tierarztkosten abzudecken, erzählt die Tierschützerin. Die allein betrügen pro Monat zwischen 3500 und 4000 Euro. Hinzu kommen Kosten für Futter, Katzenstreu, Personal, Gas, Wasser und vieles mehr… Besonders problematisch wird die Situation vorallem dadurch, dass das Tierheim für jedes Tier nur 28 Tage lang Geld bekommt - doch nur die wenigsten Tiere bleiben so kurz im Heim. "Buddy" ist einer dieser häufigen Fälle: Er lebt seit vier Jahren im Tierheim und wartet auf ein neues Zuhause. Für ihn bekam der Verein 224 Euro - gekostet hat er „das 20-fache“.
Aufgrund seiner misslichen finanziellen Lage ist der Verein angewiesen auf Spenden und vorallem unbezahlten Einsatz von Mitarbeitern und engagierten Tierfreunden.

Im vergangenen Jahr zählte das Hamelner Tierheim 96 abgegebene Hunde und 41 Findlinge, 35 abgegebene Katzen und 386 Findlinge als seine Bewohner - das sind viel Tiere, von denen bei weitem nicht alle ein neues Zuhause gefunden haben.
In der Samstag-Ausgabe der Dewezet stellen wir Ihnen jede Woche ein Tier vor, das ein neues Zuhause sucht. Dieses Heimtier können sich Intressierte zudem bei uns im Internet  im Videobereich "Tier & Co" anschauen, um einen "lebendigen" Eindruck von ihm zu gewinnen. Darüber hinaus gibt es auf www.dewezet.de eine Rubrik, wo ausgesetzte oder weggelaufene Tiere vorgestellt werden.



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