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Firma hat Liquiditätsmängel durch hohe Außenstände / Zukunft der Mitarbeiter ungewiss

Das Bauunternehmen K+K ist insolvent

Hameln (CK). „Das wollten wir nicht, aber es ging einfach nicht mehr.“ Sichtlich betroffen verkündete Gerhard Kettelhake, Geschäftsführer des Unternehmens K+K-Bau GmbH, dass er das vorläufige Insolvenzverfahren angemeldet hat. Grund seien Außenstände in erheblicher Höhe, die die Firma auf die Dauer nicht mehr „wuppen“ konnte. „Wir erwirtschaften durchaus Gewinne, aber durch Insolvenzen von Kunden und besonders durch Verluste beim Bau eines Marktes in Pattensen im Jahre 2007 haben wir mindestens 600 000 Euro Forderungsausfälle“, bedauert der Geschäftsführer. Das und die teilweise nicht fachgerechte Ausführung von Leistungen durch Nachunternehmen, für die K+K gerade stehen musste, habe zu einem Mangel an Liquidität geführt. Kettelhake: „Wir versuchen, Geld zurückzubekommen, aber hier werden schnell aus einem Euro zwei.“

veröffentlicht am 28.05.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 19:41 Uhr

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Ungewisse Zukunft für die 23 Mitarbeiter

Soll heißen: K+K führt Prozesse, müsste aber einen langen Atem haben. So habe das Landgericht Hannover erst im Januar dieses Jahres einen von der Hamelner Firma angestrengten Prozess gegen den Bauherrn und den Investor eines Marktes in der Nähe der Landeshauptstadt begonnen, obwohl dieser Markt bereits seit 2007 laufe. Kettelhake: „Wir haben den Bauherrn und auch den Investor verklagt, der über 80 Jahre alt ist und rund 20 Märkte hat. Wir hatten uns auf ihn verlassen und haben Bürgschaften übernommen, damit es überhaupt weiterlief.“

K+K hat nach Aussagen ihres Geschäftsführers noch „umfangreiche Forderungen“ an mehrere Gesellschaften, die aber wohl nicht so schnell zu realisieren seien. „Mancher Architekt handhabt das mittlerweile sehr restriktiv, und auch die Zahlungsmoral hat nachgelassen“, beklagt der Geschäftsführer, der stolz darauf ist, vor zwei Jahren Rechnungen noch mit Skonto bezahlt zu haben.

Was auf die 23 Mitarbeiter von K+K zukommt, weiß Kettelhake noch nicht. Sie bekommen erstmal ein Vierteljahr Insolvenzausfallgeld, danach könnte die Arbeitslosigkeit drohen. Derzeit prüft der Hildesheimer Insolvenzverwalter Rüdiger Marahrens die Lage. Nicht betroffen durch das Insolvenzverfahren ist die „Wohnpark Scharnhorst GmbH“, die Kettelhake zusammen mit dem Bauunternehmer Heiko Hobein führt. Beide haben auf dem alten Kasernengelände etliche Wohnungen gebaut und verkauft, weitere sollen folgen.

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