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Schulleitung macht wegen laufenden Strafverfahrens keine Angaben

Darf Schüler nach Polizei-Großeinsatz doch Abitur machen?

Hameln. Vor einem Monat hatte ein als Salafist verkleideter Abiturient eines Hamelner Gymnasiums einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst. Wie die Dewezet erfuhr, darf der 18-jährige Gymnasiast aus Hehlen nun doch seine Abiturprüfung ablegen. Ein Strafverfahren gegen ihn läuft weiterhin.

veröffentlicht am 13.04.2016 um 15:23 Uhr
aktualisiert am 31.10.2016 um 18:18 Uhr

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Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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Der Schüler, der kurz vor den Osterferien einen Großeinsatz der Polizei ausgelöst hatte, weil er als Dschihadist verkleidet eine große, täuschend echt aussehende Softair-Waffe aus dem Fenster eines fahrenden Autos gehalten hatte (wir berichteten), wurde offenbar nicht der Schule verwiesen. Wie die Dewezet erfuhr, darf der 18-jährige Gymnasiast aus Hehlen derzeit seine Abiturprüfung ablegen.

Noch vor den Osterferien hatten unter Hamelner Schülern Gerüchte die Runde gemacht, der Schüler sei der Schule, des Hamelner Schiller-Gymnasiums, verwiesen und ihm sei die Zulassung zum Abitur entzogen worden. Die Schulleitung wollte sich zu dem Thema nicht äußern, solange noch „schulintern beraten“ wurde. Nun, einen Monat später, hat sich daran nicht viel ändert: Schulleiter Andreas Jungnitz beruft sich auf ein laufendes Strafverfahren und will sich öffentlich nicht zu dem Schüler äußern. Die Ermittler der Polizei hatten nach dem Großeinsatz Verfahren wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz und wegen Verdachts der Störung des öffentlichen Friedens durch Androhen von Straftaten eingeleitet.

Der 18-Jährige aus dem Landkreis Holzminden hatte sich am 15. März an einer Abi-Mottowoche mit dem Thema „Gut und Böse“ beteiligt. Mit olivgrüner, „militärähnlicher“ Kleidung und Springerstiefeln bekleidet, mit einem Palästinensertuch auf dem Kopf und einer großen, unechten Schusswaffe ist der Schüler nach Angaben der Polizei mit zwei Mitschülern durch die Stadt gefahren. Nachdem bei der Polizei zwei Notrufe eingegangen waren, stoppten Einsatzkräfte den Wagen in der Ortsdurchfahrt Hehlen und nahmen die Insassen vorläufig fest. Die Polizisten sollen dabei ihre Dienstwaffen gezogen haben.



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