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Dewezet-Lesertelefon

Darf der Baum stehen bleiben?

HAMELN. Götterbaum, Bücherschränke und Telefonbuch-Einträge - das waren die Themen unseres Lesertelefons am Dienstag.

veröffentlicht am 12.09.2017 um 20:38 Uhr
aktualisiert am 13.09.2017 um 00:49 Uhr

Michael Zimmermann

Autor

Gastautor zur Autorenseite

Noch vor wenigen Wochen sah der Götterbaum an der Kreuzung Sedanstraße/ Kastanienwall fast tot aus. Deshalb soll er gefällt werden. Nun treibt er aber wieder kräftig aus, wie Sibylle Voss aus Hameln beobachtet hat. Sie fragt, ob es nicht möglich sei, den Baum stehen zu lassen und zu zeigen, wie viel Leben noch in ihm steckt. Eine Sprecherin der Stadt muss diese Hoffnungen allerdings dämpfen, denn der Austrieb des Götterbaumes erwachse aus sogenannten „schlafenden Augen“, die sich direkt unterhalb der Rinde des Baumes befinden. „Diese jungen Äste sind dadurch nicht im Stamm gegründet und weisen nicht die Stabilität auf, die stammgegründete Äste besitzen.“ Dort liege auch das Problem, denn die Verkehrssicherheit gehe vor. Die hohe Wahrscheinlichkeit, dass solche Äste abbrechen und jemand zu Schaden kommt, sei an dem Standort nicht hinnehmbar. „Wenn der Baum an anderer Stelle auf einer abgeschiedenen Wiese stehen würde, hätte man von einer Fällung vielleicht absehen können.“

Karin Steuer aus Hameln hat eine Anregung zu den Telefonzellen, die in der Stadt und in den Ortschaften abgebaut werden sollen. Sie sei vor kurzem in Bochum gewesen und habe dort gesehen, dass alte Telefonzellen zu „Bücherschränken“ umfunktioniert wurden. Dort seien einfach Regalböden eingebaut worden. Im Gegensatz zum Bücherschrank, der früher auf dem Pferdemarkt stand, hätten die Telefonzellen den Vorteil, dass sie wasserdicht seien, denkt sie. Im Rathaus kommt diese Anregung grundsätzlich gut an. Allerdings sei die Telekom die Eigentümerin der Telefonzellen, und diese verkaufe die alten Exemplare auch, so die Stadtsprecherin. „Weiterhin wäre vorab zu klären, ob an dem vorgesehenen Standort überhaupt solch ein Bücherschrank eingerichtet werden soll, wer die Kosten trägt und wer verantwortlich den Pflichten nachkommt, die durch die Einrichtung eines solchen Bücherschrankes entstehen“, gibt sie zu bedenken.

Karl-Ernst Würth aus Bad Pyrmont wundert sich, dass die Touristinformation im Telefonbuch nur unter „Hameln Marketing“ zu finden sei. Er meint, kein Fremder käme auf die Idee, danach zu suchen. „Im Hamelner Telefonbuch tauchen wir tatsächlich nur noch als ‚Hameln Marketing‘, als ‚Rattenfänger-Halle‘ und als ‚Weserbergland-Zentrum‘ auf“, erklärt Anastasia Patsiarizis von der Hameln Marketing und Tourismus GmbH (HMT). „Jeder einzeilige Eintrag kostet einen dreistelligen Nettobetrag. In das Hamelner Telefonbuch schauen aber keine Touristen. Die finden die Telefonnummer der Tourist-Info zum Beispiel besser über Google.“



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