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Exkursion informiert über Hamel-Renaturierung in Hilligsfeld und Rohrsen

Damit sich Fische ungestört vermehren können

Hameln. Kennen Sie eigentlich die Hamel? Die EU schon. Seit im Jahr 2000 die Europäische Wasserrahmenrichtlinie (WRRL) in Kraft trat, muss nämlich auch dieses heimische Fließgewässer eine gewisse Durchgängigkeit für Fische garantieren. Die WRRL regelt den Umgang mit der kostbaren Ressource Wasser mit einem besonderen Augenmerk auf ökologische Zusammenhänge. Ziel ist es, die Artenvielfalt zu fördern.

veröffentlicht am 16.09.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 03:41 Uhr

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Die Hamel ist rund 20 Kilometer lang, entspringt im Süntel und mündet nach Überwindung zahlreicher natürlicher sowie künstlich geschaffener Höhenunterschiede in Form von Wehren, Wasserkraftanlagen und anderen Querbauwerken in die Weser. Und genau um diese Bauwerke aus den letzten Jahrhunderten geht es: Für Fische nämlich bilden sie unüberwindbare Hindernisse auf dem Weg zu ihren natürlichen Laichgründen.

Im Rahmen der Umwelttage Weserbergland lud die Stadt nun zu einer Fahrradexkursion zu zwei Haltepunkten an der Hamel ein. In Hilligsfeld wurden die Arbeiten zur Wiederherstellung der Durchgängigkeit der Hamel bereits im Jahr 2010 abgeschlossen. Sie beinhalteten den Abbau des Wehres und die Verlagerung des Flussbettes um rund dreißig Meter nach Südosten. Das alte Flussbett wurde verfüllt, Flutrinnen und Flutmulden neu geschaffen. „Wir haben rund 150 Bäume gepflanzt“, erklärt Helga Auhabe von der Unteren Wasserbehörde der Stadt. Für den Rest der Vegetation wurde mit etlichen Samentüten der Marke „Feuchtwiesenmischung“ nachgeholfen.

In Rohrsen stehen die Renaturierung der kleinen Hamel-Insel „Zur Lust“ und der Abbau des künstlich geschaffenen Höhenunterschiedes noch bevor. Das Land Niedersachsen ist inzwischen Eigentümer des ehemaligen Firmengeländes. Die Zusage für EU-Zuschüsse für die Renaturierungsmaßnahme ist laut Auhage bereits erfolgt. „Begonnen werden soll im Sommer 2014.“ Ob nun zunächst das Wehr entfernt oder mit dem Abtragen des Baugrunds auf dem ehemaligen Fabrikgelände begonnen wird, könne sie noch nicht sagen.

Anders als in Hilligsfeld wird die Hamel in Rohrsen kein neues Flussbett bekommen. „Den vorhandenen Höhenunterschied werden wir durch das Anbringen eines Steinschwellen-Beckenpasses ausgleichen“, erklärte Auhage. Die abgeschwächte Fischtreppe soll auf einer Länge von 150 Metern eingerichtet werden und den Bereich des ehemaligen Wehres ersetzen. Einige wenige Steine der alten Mühle sind nicht abtransportiert worden. Sie sollen eine neue Funktion als Fledermausquartier bekommen, diverse Tiere seien hier nämlich gesichtet worden. Auch ein kleiner Mauerabschnitt bleibt erhalten, allerdings eher des ideellen Wertes wegen: Immerhin hat die Hamel-Insel „Zur Lust“ 450 Jahre Gewerbegeschichte hinter sich.git



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