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Tipps für den sicheren Umgang mit echten Kerzen

Damit der Christbaum nicht in Flammen aufgeht

Hameln. Hamelns Brandoberamtsrat Andreas Zerbe arbeitet seit 15 Jahren in der Rattenfängerstadt. Der Feuerwehrmann kann sich nur an einen in Brand stehenden Weihnachtsbaum erinnern, der in dieser Zeit zu löschen war. „Es gibt ja kaum noch echte Kerzen an den Bäumen“, kennt der Abteilungsleiter der Hauptamtlichen Wachbereitschaft einen Grund dafür. Auch wenn an den meisten Weihnachtsbäumen elektrische Kerzen leuchten, wird alljährlich doch die besinnliche Advents- und Weihnachtszeit von Meldungen über Brände in Wohnungen gestört. 2011 verursachten rund 12 000 davon in der Weihnachtszeit einen Gesamtschaden von 34 Millionen Euro. Das belegen vom Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft veröffentliche Zahlen.

veröffentlicht am 24.12.2013 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 09:41 Uhr

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Frank Neitz

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Frank Neitz Reporter / Fotograf zur Autorenseite
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In diesem Jahr ist der deutsche „Standard“-Weihnachtsbaum 1,69 Meter hoch. Etwas mehr als 200 000 Nadeln dürfte der durchschnittliche Baum an sich haben. Nadeln, die nicht nur einen herrlichen Duft verbreiten. Denn wenn der Christbaum austrocknet, werden die im Abstand von wenigen Millimetern aneinander sitzenden stechenden Einzelelemente zu einer gefährlichen Brandlast — nicht etwa die Zweige oder der Stamm. Während Wasser in den Nadeln verdunstet, verbleiben darin leicht brennbare ätherische Öle. Und die werden in Verbindung mit Luft zu einem schnell entflammbaren Gemisch.

Fangen Nadeln an zu brennen, entsteht dadurch so viel Hitze, dass auch die benachbarten in Flammen aufgehen — bei mehr als 200 000 Stück ist das eine gefährliche Angelegenheit: Es kommt zu einer Kettenreaktion; innerhalb von Sekunden steht der gesamte Christbaum in Flammen. Wenn gerade dann die Familie im Esszimmer die Weihnachtsgans tranchiert, können im Wohnzimmer bereits die Fensterscheiben platzen. Das Inferno lässt sich dann mit einem Eimer Wasser nicht mehr verhindern. Damit aus einem fröhlichen Weihnachtsfest kein „feuerliches“ Weihnachten wird, haben Feuerwehr und Versicherungen folgende Tipps zusammengestellt:

Brennende Kerzen nicht unbeaufsichtigt lassen.

Der Baum sollte immer auf festem Untergrund stehen, gegen Umfallen gesichert sein und sich nicht in unmittelbarer Nähe von Heizquellen, offenem Feuer oder leicht brennbaren Gegenständen, wie Gardinen befinden.

Die Kerzen von der Spitze und der Rückseite des Baumes beginnend anzünden und in umgekehrter Reihenfolge löschen.

Kerzen an Gestecken und Weihnachtsbäumen niemals ganz abbrennen lassen und mit ausreichendem Abstand zu Ästen und Zweigen anbringen.

Wunderkerzen sollten nicht am Christbaum oder in der Nähe von brennbaren Gegenständen hängen.

Wenig oder keinen brennbaren Baumschmuck wie Watte oder Strohsterne verwenden.

Tannenreisig und Weihnachtsbaum regelmäßig mit Wasser befeuchten, um ein Austrocknen zu verhindern. Weihnachtsbaumständer mit Füllbecken zudem mit Wasser auffüllen.

Eimer mit Wasser oder besser einen Feuerlöscher als Löschmittel bereitstellen.



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