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Kunden können Gutschein in über 140 Hamelner Geschäften einlösen

Damit das Geld in der Stadt bleibt

veröffentlicht am 29.08.2016 um 07:33 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:25 Uhr

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Autor:

Birte Hansen

Im ersten Jahr 2003 seiner Existenz wurden per Gutschein 30 000 Euro in der Stadt gehalten, erzählt Stadtmanager Dennis Andres. Inzwischen sind es 75 000 Euro, die auf diesem Weg jährlich in Hameln und nicht andernorts ausgegeben werden. Bei der HMT erklärtes Ziel: Die 100 000-Euro-Marke soll in drei bis vier Jahren geknackt werden.

Für alle, die Hameln mögen und hamelnfreundlich seien, so Andres, sei dieser Gutschein ein schönes Instrument. Die meisten nutzten ihn als Geschenk, das am häufigsten um die Weihnachtszeit nachgefragt werde. „Für die Kunden ist es natürlich attraktiv, weil er nicht gebunden ist“, sagt Andres. Heißt, er muss sein Geld zwar in Hameln ausgeben, kann sich aber das Geschäft selbst aussuchen. Und weil die Stückelung „10 Euro“ beträgt, seien die meisten Geschäfte auch bereit, Restbeträge auszuzahlen. „Auf zehn gibt jeder raus“, sagt Andres. Nur zweimal sei es passiert, dass die Läden ihrerseits Gutschriften erstellt hätten.

In über 140 Hamelner Geschäften können Kunden den Gutschein einlösen, nicht nur in der Innenstadt. Sogar in der Stadtgalerie sind sechs Geschäfte vertreten, die die „Fette Beute“ akzeptieren, obwohl das Einkaufscenter eigene Gutscheine verkauft. Die Kosten für ihre Gutscheine haben die Stadtgalerie auf der einen und die HMT auf der anderen Seite auf unterschiedliche Schultern verteilt. So lässt sich die Stadtgalerie die Gutscheine vom Kunden mit 50 Cent pro Stück bezahlen. „Service-Pauschale“ wird es laut Center-Managerin Susanne Schubert genannt. Damit sollen entstehende Personalkosten, benötigte Software und auch Hardware – das Gutscheinkärtchen samt Umschlag – gedeckt werden. Die HMT dagegen legt die Kosten nicht auf den Endkunden um, sondern auf die teilnehmenden Händler: Wer Mitglied im Stadtmarketing-Verein ist, zahlt 2,5 Prozent des eigenen Gutschein-Umsatzes, Nicht-Mitglieder zahlen 3,5 Prozent. Was in Ordnung ist, wenn man Holger Wellners Aussagen folgt. „Eigene Gutscheine zu produzieren, kostet auch Geld“, sagt der Wellner-Geschäftsführer und Einzelhandelssprecher. In seinem Geschäft werden jährlich um die 500 Gutscheine der HMT eingelöst.

Nicht alle Gutscheine werden dabei von den teilnehmenden Geschäftsleuten bei der HMT letztlich zu Barem – „viele gehen selbst damit wieder einkaufen“, sagt Andres. Die Geschäfte, die in der Vergangenheit am meisten Gutscheine eingelöst haben, sind: Wellner, Kolle, die Gartencenter Neumann, Hagebau, Jeans Fritz, Media Markt und Möbel Heinrich.

Gekauft werden können die Gutscheine an vier Standorten: Tourist-Info Hameln, Buchhandlung Matthias, Dewezet Ticketshop und bei Blumen Ehlerding. Für die vier gebe es doch schon einen nennenswerten Aufwand in der Abrechnung beispielsweise, erklärt Andres, warum es nicht viel mehr Verkaufsstellen gibt. Doch auch so findet die „Fette Beute“ offenbar ihre Jäger.



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