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Halvestorfer sammeln für neue Chlorgasanlage – und ziehen dazu auch von Tür zu Tür

Damit das Bad nicht baden geht

Halvestorf. Eine ordentliche Summe muss der Trägerverein in diesem Jahr für das Waldbad hinblättern: 25 000 Euro kostet die Erneuerung der Chlorgasanlage. „Das muss erst mal gewuppt werden“, sagt Ortsbürgermeister Hartmut Binder. Der Ortsrat hat im Vorfeld Unterstützung signalisiert. Heute Abend tagt das Gremium im Hotel „Zum Grünen Jäger“ (Beginn: 19 Uhr). „Wir stehen hinter dem Bad“, so Binder, denn das Angebot in Halvestorf sei für den Ort von immenser Bedeutung. „Vor allem Familien mit kleinen Kindern schätzen das Bad, weil es überschaubar und mit wenig Risiko verbunden ist“, sagt Björn Meyer, Vorsitzender des Trägervereins, der das Bad 2003 übernommen hat. 1974 war es das letzte Mal renoviert worden. „Jedes Jahr geht etwas anderes kaputt“, sagt Meyer. Der Verein habe nicht die Liquidität, um immense Investitionen allein zu tätigen. Zurzeit 800 Mitglieder kommen für anfallende Kosten und die laufende Unterhaltung auf. Und die Mitglieder selbst sind es auch, die – neben Sponsoren und dem Ortsrat-Zuschuss – jetzt für die anstehende Investition aufkommen sollen. In einem Flyer soll über das Projekt informiert werden, außerdem soll bei einer Aktion „von Haustür zu Haustür“ in Halvestorf bei den Einwohnern um Spenden gebeten werden. Neben der Erneuerung der Anlage stehen die üblichen Ausbesserungs- und Reinigungsarbeiten an, bei der wieder die Mitglieder selbst die Ärmel hochkrempeln und hier und da einen Eimer Farbe oder Putz beisteuern.

veröffentlicht am 26.03.2014 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 01.11.2016 um 17:41 Uhr

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Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite
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„Unser Fundament sind die Mitglieder“, so Meyer, der es gerne sehen würde, wenn die 1000er-Marke geknackt würde. Manche unterstützen das Bad gar aus rein ideellen Gründen, um das Angebot im Ort zu halten, ohne selbst Stammgast zu sein. In diesem Jahr wird allerdings erwartet, dass neben den Besuchern aus Halvestorf und dem Hamelner Bereich mit Wangelist und Klütviertel viele Aerzener kommen werden, weil das dortige Freibad nach dem Feuer bekanntlich in dieser Saison geschlossen bleiben muss.

Besonderheit des Bades: Es ist direkt angegliedert an den Campingplatz, der mit vier Sternen ausgezeichnet ist, und das bereits seit acht Jahren. „Für den fünften müssten wir eine Wellness-Oase bauen“, meint Meyer, der den Platz betreibt.

Neu geregelt sind die Badeaufsichten: Der Trägerverein hat eine Kooperation mit der DLRG geschlossen. Die Lebensretter werden einen Teil der Badewachen, vorwiegend in den Ferien und an den Wochenenden, übernehmen, so Meyer. Von der Zusammenarbeit erhoffen sich die Beteiligten Synergieeffekte, „DLRG Hameln und Bad sollen sich gegenseitig befruchten.“

Auch optisch werden zurzeit einige Veränderungen vorgenommen; beispielsweise im Bereich des Kiosks. Umgebaut wird zurzeit die Terrasse am Platz. Bis zum Saisonstart des Bades Ende Mai soll alles fertig sein.

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