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Kritik am Klein Berkeler Ohrberg-Weg

„Da brechen Sie sich die Beine“

Klein Berkel (ll). Für die einen ist es ein „freudiger Anlass“, für die anderen ein Grund, ihrer großen Verärgerung Luft zu machen. Während der Ohrbergpark gestern nach der „touristischen Aufwertung“ als Leader-Projekt offiziell eröffnet worden ist, hat Horst Wyrwa den Vertretern aus Politik und Verwaltung seine Kritikpunkte vorgebracht. Denn für den Klein Berkeler ist die holprige Zuwegung vom Ort zum Ohrbergpark eine Zumutung. Nicht zuletzt würde der Ohrbergpark nicht ausschließlich von Touristen genutzt, sondern sei auch ein beliebtes Naherholungsziel von Einwohnern aus Klein Berkel. Und für genau diese ist laut Wyrwa der Weg beschwerlich – und zudem äußerst gefährlich. „Der Park ist sehr schön geworden“, lässt Wyrwa keinen Zweifel. „Viele gute Sachen“ wie eine vernünftige Abwässerung, ein freier Blick auf die Weser und neue Wege seien durch die Leader-Förderung und die Aufwendungen des Landkreises sowie der Stadt Hameln, der Gemeinde Emmerthal und Grundbesitzer Freiherr von Hake in Höhe von insgesamt rund 25 000 Euro entstanden. „Aber die Zuwege müssen sich da schon anpassen“, meint der Klein Berkeler. Nach der Abfuhr von gelagerten Holzstämmen am Wegesrand sei die Instandsetzung des Weges versäumt worden, befindet Wyrwa. Seine Ehefrau Irmgard, Klein Berkels Ortsbeauftragte und in Vertretung von Ortsbürgermeisterin Ingrid Merten erschienen, formuliert den Zustand des Weges von Klein Berkel hinauf zum Park deutlicher: „Da brechen Sie sich die Beine.“ Ihr Hauptanliegen: Der Ohrberg werde schon über Jahre als „Hausberg der Klein Berkeler“ genutzt, Kindergartengruppen gingen dorthin, und auch die Grundschule mache des Öfteren Unterrichtsgänge zum Park. Nicht zuletzt steht zuHimmelfahrt wieder ein ökumenischer Gottesdienst auf dem Ohrberg an, bei dem viele Klein Berkeler auf den Berg kommen würden. Der momentane Zustand des Hauptzugangsweg von Klein Berkel aus ist für die Wyrwas nicht hinnehmbar.

veröffentlicht am 23.04.2010 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 10.11.2016 um 12:21 Uhr

Spaziert auf holprigen Wegen zum Park: Horst Wyrwa aus Klein Ber
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Allerdings: Wer den Park – und auch den Weg dorthin – betritt, der befindet sich auf einem Privatgrundstück. „Nicht unser Kompetenzbereich“ war laut Irmgard Wyrwa von den Politikern zu hören. Parkeigentümer Dietrich Freiherr von Hake erklärte in einem Gespräch mit Horst Wyrwa, er sei bereits „mehrfach auf den Weg angesprochen“ worden. Aus Eigentümersicht wäre zur Verbesserung der Zuwegung eine „große Maschine erforderlich“. Ein sehr aufwendiges Unterfangen, und es wären eher andere Maßnahmen zu treffen, so von Hake, wie etwa die Zufahrt zur Gaststätte von Richtung Ohr aus.

Ein weiterer Knackpunkt laut Irmgard Wyrwa ist eine fehlende Absicherung am Steilhang Richtung Bundesstraße 83. Zwar ist an Teilen der Wege ein massives Geländer zur Sicherung angebracht, dies allerdings nicht über die gesamte Länge des Steilhanges, an dem unmittelbar die neu gestalteten Wege vorbeiführen. Für Irmgard Wyrwa eine Gefahr besonders für spielende Kinder. Von Hake entgegnet: „Den Steilhang gibt’s seit hundert Jahren.“

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