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Mehr als nur Comedy für 800 Fans in der Rattenfänger-Halle

Cindy aus Marzahn „kann ooch anders“

HAMELN. „Hallo, hallo, wie schön, dass ihr da seid“, singt Cindy aus Marzahn und begrüßt damit das Hamelner Publikum in der Rattenfänger-Halle. Etwa 800 Fans sind gekommen, um das vierte Liveprogramm der Kult-Berlinerin zu sehen. So ist die Halle zwar nicht voll, die Stimmung aber dennoch sehr gut.

veröffentlicht am 27.05.2016 um 21:01 Uhr
aktualisiert am 26.10.2016 um 08:54 Uhr

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Autor:

von diana koschorreck
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„Ick kann ooch anders“ heißt die Bühnenshow, die einige Fans motivierte, fast zwei Stunden anzustehen, um einen guten Platz zu ergattern. „Aber das war wohl trotzdem zu spät“, sagt Jennifer Jahnel auf ihrem Stuhl in der fünften Reihe. Denn eigentlich wollte sie mit ihrer Schwester ganz vorne sitzen. Beide haben sich ganz in Cindy-Manier gekleidet: viel Pink, mit Diadem und Blumenschmuck im Haar.

Ihr eigenes Krönchen hat die Komikerin dieses Mal jedoch zu Hause gelassen. Dennoch ist sie königlich drauf und hat gleich zu Beginn ein paar nette Worte über Hameln zu verkünden: „Echt ne schöne Stadt hier, muss ich jetz ma sagen.“ Pünktlich zum Lippertag sind laut ihrer Aussage zwar 28 000 Autos in der Stadt unterwegs, sie habe sich mit ihrem Fahrrad dennoch einen Weg bahnen können.

Die Welt ein Stückchen besser machen …

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  • Mutter-Tochter-Abend bei Cindy (v. li.): Jessica Bär, Julia Borchers, Ilona Borchers, Irmtraud Bär.
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  • Ein Abend in Pink: Daniela Binder (li.) und Jennifer Jahnel zeigten ihre Cindy-Liebe – wie so manche Fans – auch farblich.
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  • Mit den Krönchen passten die drei perfekt zur Show (v. li.): Franziska Weber, Christin Jahn und Lisa Liehr. Fotos (3): dk

Während des zweistündigen Programms setzt die Komikerin immer wieder auf die Interaktion mit ihrem Publikum. So bekommt ein neunjähriges Mädchen ein pink leuchtendes Krönchen geschenkt, weil sie der jüngste Gast ist. Außerdem ruft Cindy aus Marzahn zur Pause alle Gäste auf, ihr SMS zu schreiben. Die Menschen verschicken Grüße, witzige Anmerkungen zum Crewmitglied „Hinterm Vorhang“ – den die Berlinerin immer wieder mit diesem Namen nach vorne ruft, um ihre Bedürfnisse zu befriedigen – und auch Wünsche. So will der jugendliche Luca zum Beispiel ein Foto mit der Komikerin knipsen. Diesen Wunsch erfüllt Cindy aus Marzahn ihm sofort und bittet ihn auf die Bühne. Dort zückt er sein Smartphone und schießt schnell das heiß begehrte Selfie.

Gegen Ende der Show wird die sonst immer zu einem frechen Spruch aufgelegte Komikerin ernst. Mit ihrem neuen Programm möchte sie die Welt ein Stückchen besser machen. Trotzdem transportiert sie ihre Forderungen gewohnt lustig und unter dem Deckmantel ihrer neu gegründeten Partei „DGSAM“ (Die geile Sau aus Marzahn). Vor allem Kinderarmut und die niedrigen Renten sind ihre Themen. Dieser Part des Programms kommt beim Publikum unterschiedlich an. Einige begrüßen das Engagement der Komikerin, andere flüstern ihren Begleitern zu, dass sie diese Themen doch lassen und einfach witzig sein solle.

Aber vielleicht möchte die schrille Cindy tatsächlich noch schnell ein Zeichen setzen – solange sie noch in der Öffentlichkeit steht. Jedenfalls bemerkt die Berlinerin an diesem Abend eher beiläufig, dass sie nach der Tour aufhören wolle – allerdings, um dann „als Nackt-DJane auf Mallorca“ zu arbeiten. Reiner Gag oder doch einer mit einem Fünkchen Wahrheit? Das will oder kann am Tag danach auf Nachfrage auch ihr Management nicht sagen.

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