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Ortsrat und Schulleitung beklagen Verkehrssituation

Chaotische Verhältnisse vor der Grundschule

HESSISCH OLDENDORF. Warum kommt es vor der Grundschule am Rosenbusch in Hessisch Oldendorf immer wieder zu „katastrophalen“ Verkehrsverhältnissen? Gibt es dort zu wenige Parkplätze für Eltern, die ihre Sprösslinge mit dem Auto abholen? Der Ortsrat hat der Verwaltung nun die Suche nach Lösungen aufgegeben.

veröffentlicht am 12.11.2018 um 14:15 Uhr

Immer wieder kommt es im Rondell vor der Grundschule am Rosenbusch zu chaotischen Situationen. Foto: wft
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Autor

Wolfhard F. Truchseß Reporter
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Ganz lapidar stand jetzt auf der Tagesordnung des Hessisch Oldendorfer Ortsrates der Tagesordnungspunkt „Grundschule Hessisch Oldendorf – Verkehrssituation“. Der Wunsch des Ortsrates – am Ende der Behandlung des Tagesordnungspunktes bei einer Enthaltung verabschiedet – die Verwaltung möge sich Gedanken darüber machen, wie vor der Grundschule mehr Parkplätze geschaffen werden könnten.

Wie aber ist die Situation vor der Schule? In einem Kreisel mit eingeschränktem Halteverbot können Eltern ihre Kinder aufnehmen, dürfen dort aber nicht länger stehen bleiben. Das zumindest schreibt die Straßenverkehrsordnung vor. Um längere Zeit bis zum Ende des Unterrichts warten zu können, stehen rechts von der Schule rund 20 Parkplätze zur Verfügung, die aber natürlich auch vom Kollegium der Schule genutzt werden. Bei einer Ortsbesichtigung um 12.30 Uhr waren immerhin etwa zehn Parkplätze frei, was etliche Eltern aber nicht daran hinderte im Kreisel zu parken.

Was bei der Ortsbesichtigung noch relativ entspannt wirkte, soll zu anderen Zeiten nach Darstellung mehrerer Ortsratsmitglieder in ein regelrechtes Chaos münden, was auch von Schulleiterin Monika Rehberger im Gespräch mit der Dewezet bestätigt wurde. „Es geht in dem Rondell häufig wirklich katastrophal zu“, schildert Rehberger die Situation. Und eine Mutter, die ihren Namen nicht genannt sehen möchte, bestätigt ebenfalls: „Insbesondere nach der fünften Stunde behindern sich hier oft alle gegenseitig.“ Sie parke deshalb ihr Auto 200 bis 300 Meter entfernt in einer Seitenstraße. „Das ist mir hier zu gefährlich.“

Die Situation wäre besser, wenn sich die Verkehrsteilnehmer vorschriftsmäßig verhalten würden.

Harald Krüger, Bürgermeister

Was Monika Rehberger zusätzlich stört, ist der oft „sehr aggressive Ton“, mit dem etliche Eltern reagierten, wenn sie darauf angesprochen würden, die Verkehrsregeln einzuhalten. „Da wird man häufig richtiggehend angepöbelt“, klagt sie. Dabei könnten die Kinder aus der Kernstadt doch problemlos zu Fuß zur Schule kommen. Die Eltern müssten begreifen, dass sie ihren Kindern diese Verantwortung übertragen könnten.

Um das zu unterstützen, seien an der Schule schon mehrfach Kurse für „Fußgängerführerscheine“ angeboten worden – zuletzt im vergangenen Schuljahr. Auch mit der Polizei arbeite die Schule zusammen. Aber mehr als stichprobenartige Kontrollen könnten auch die Beamten der Ortspolizei nicht leisten.

Harald Krüger, der Bürgermeister der Weserstadt, der selbst an der Ortsratssitzung teilnahm, erklärte für die Verwaltung, sollte sich an der Grundschule Fläche erwerben lassen, sei sie gerne bereit, ein neues Verkehrskonzept für den Bereich zu entwickeln, betonte aber auch: „Die Situation wäre besser, wenn sich die Verkehrsteilnehmer vorschriftsmäßig verhalten würden.“

Es sei ein Unding, dass viele Eltern ihre Kinder am liebsten bis in die Schule fahren würden. 200 oder 300 Meter zu Fuß zur Schule zu gehen, hätten ganze Generationen von Schülern problemlos hinter sich gebracht.

Weil mittags sogar Rettungskräfte Probleme hätten, im Notfall bis vor die Schule zu fahren, müsse auf jeden Fall etwas geschehen, bilanzierte Krüger, der von einer „grauenhaften Verkehrsdisziplin“ vieler Eltern sprach. Notfalls sei er bereit vor der Schule versenkbare Poller setzen zu lassen, damit die Kinder früher abgesetzt würden.

Ein Vorschlag, den der Ortsrat so nicht übernehmen wollte. Weil Krüger aber nicht nur eine lockere Aufforderung des Ortsrates mit in die politischen Gremien nehmen wollte, ließ Ortsbürgermeister Claus Clavey über den Antrag, mehr Parkplätze zu schaffen, abstimmen. Das Ergebnis hier noch einmal: Große Zustimmung bei einer Enthaltung.



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