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Eon räumt weiteren Fehler ein

Chaos bei Kunden

HAMELN. Nicht nur ein, sondern gleich zwei Irrtümer sind dem Stromlieferanten Eon in Hameln unterlaufen. Die Dewezet hatte für eine Leserin recherchiert, die vom Unternehmen irrtümlicherweise für eine Kundin gehalten wurde (wir berichteten). Zwei Jahre lang hatte Susanna Brechelt Post von Eon bekommen, am Ende sogar von einem Inkassobüro und vom Unternehmen eingesetzten Anwälten. Die Hamelnerin hat inzwischen eine schriftliche Entschuldigung vom Unternehmen erhalten – und als Wiedergutmachung einen Gutschein über 20 Euro.

veröffentlicht am 04.04.2017 um 16:58 Uhr

Undurchsichtiger Kundenservice: Derr Stromversorger muss sich schon zum zweiten mal für Fehler entschuldigen. Foto: dpa
Dorothee Balzereit

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Dorothee Balzereit Reporterin / ViaSaga zur Autorenseite
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Eine schriftliche Entschuldigung wird nun auch Hans Schrader bekommen, wie ein Sprecher des Unternehmens mitteilt. Der Klein Berkeler, der im Vogelweg 15 wohnt, wunderte sich nicht schlecht, als er in der Dewezet davon las, dass die Hamelnerin für die Eigentümerin seines Hauses gehalten wurde, denn: Ihm gehört das Haus nicht nur, er ist auch seit 2008 Kunde bei Eon.

„Wie haben übersehen, dass mit Herrn Hans-Wilhelm Schrader bereits seit vielen Jahren ein Kundenverhältnis für den Vogelweg 15 bestand. Damit wäre die Eigentümerrecherche streng genommen hinfällig gewesen“, erklärt der Sprecher. „Wir bedauern in beiden Fällen die Unannehmlichkeiten, die dort entstanden sind, und werden uns bei Herrn Schrader auch noch einmal schriftlich entschuldigen.“ Ein finanzieller Schaden ist Herrn Schrader aber nicht entstanden, heißt es weiter.

Einen Hinweis, dass das Unternehmen sich nicht ganz sicher war, dass er der Eigentümer des Hauses im Vogelweg ist, gab es im September 2016, (da war man schon über ein Jahr mit Susanna Brechelt in Kontakt). Damals bat Eon Hans Schrader in einem Schreiben, bei der Eigentümer-Recherche behilflich zu sein. „Ich war zu der Zeit im Urlaub“, sagt Schrader und in dem Schreiben habe auch gestanden, dass man davon ausgehe, dass er der Vertragspartner sei, wenn er sich nicht innerhalb von 1zehn Tagen melden würde. Für den Klein Berkeler war die Sache damit erledigt. Eine Kuriosität am Rande: In dem Schreiben von Eon, dass an den Vogelweg 15 adressiert war, gab das Unternehmen dasselbe Vertragskonto an, dass man Susanna Brechelt zugeordnet hatte. Dass Herr Schrader vielleicht der Vater von Frau Brechelt sei, mutmaßte während der Dewezet-Recherchen ein Mitarbeiter des Unternehmens.

Und warum fragt Eon nicht einfach beim Grundbuchamt nach? Nicht jede Kommune gebe Auskunft, heißt es. Die Stadt Hameln aber schon: Das Unternehmen hätte allerdings 12 Euro für den Verwaltungsaufwand bezahlen müssen.

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