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Cemag-Gläubiger: Fard soll auf Anklagebank

veröffentlicht am 05.09.2012 um 16:11 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:33 Uhr

Hameln (TT). Die Cemag-Pleite wühlt die Gläubiger nach Bekanntwerden des neuesten Sachstandsberichtes des Insolvenzverwalters auch gut drei Jahre nach der Insolvenz noch auf: Horst Latzel hofft als Sprecher der Gläubigergemeinschaft der Handwerker auf juristische Wiedergutmachung.

Er sagt: „Wir warten darauf, dass Ali Memari Fard auf die Anklagebank kommt.“
 Allein die Cemag Anlagenbau GmbH hat einen Schuldenberg von gut 16 Millionen Euro hinterlassen. In seinem jüngsten Bericht ist der Insolvenzverwalter zu dem Schluss gekommen, dass die Gläubiger kaum noch Chancen haben, an ihr Geld zu kommen (wir berichteten). Für Latzel ist das nach eigener Aussage zwar keine Überraschung, denn die Handwerker, die für die Fards gearbeitet hatten und auf unbezahlten Rechnungen in Höhe von 2,8 Millionen Euro sitzen geblieben waren, hätten den Großteil ihres Geldes insgeheim bereits abgeschrieben. Doch ein anderer Passus des Berichtes lässt Latzel aufhorchen: „Da steht drin, ein Gutachter habe festgestellt, dass die Cemag schon sieben Monate vor der Insolvenz nur noch mangelhaft zahlungsfähig war.“ Für Latzel ist dieses Gutachten „eine Bestätigung unserer Vorwürfe der Insolvenzverschleppung und des Betruges“. Die Gläubigergemeinschaft wirft den Brüdern und damaligen Geschäftsführern Ali Memari Fard und Akbar Fard vor, „dass sie früh genug hätten erkennen müssen, dass das Prestigeobjekt Klütturm nicht mehr bezahlbar war. Als rechtschaffene Kaufleute, als die sie sich immer dargestellt haben, hätten sie dieses Projekt abbrechen müssen“. Die Tatsache aber, dass genau das nicht geschehen ist, entlarvt für Latzel die Absicht der Fards. Wenn die Cemag so gut wie zahlungsunfähig war und dann immer noch Aufträge erteilt wurden, dann „erfüllt das für mich absolut den Tatbestand des Insolvenzbetruges“, sagt Latzel.

Die ganze Geschichte lesen Sie in der Dewezet.



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