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Es gab schon Vorbuchungen für 2019

Cebit-Aus „reißt ein Loch“ für heimische Hoteliers

HAMELN. Nach dem Aus für die Cebit stellt sich die Frage: Wie stark spüren das die Hamelner Hoteliers? Gabriele Güse, Vorsitzende des Dehoga-Kreisverbands Hameln Stadt & Land, und Geschäftsführerin des Hotels Stadt Hameln, findet es schade und sagt: „Das reißt ein Loch“.

veröffentlicht am 29.11.2018 um 17:18 Uhr
aktualisiert am 29.11.2018 um 17:50 Uhr

Die Hamelner Hoteliers werden keine Cebit-Gäste mehr willkommen heißen: Nach dem Aus für die Messe klafft eine Lücke im Buchungskalender. Bild: Ole Spata/dpa
Karen Klages

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Karen Klages Reporterin zur Autorenseite
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Denn: Der Termin für die Cebit 2019 stand schon fest, „wir hatten Vorbuchungen. Nun müssen wir schauen, wie wir das entstandene Loch füllen.“

Die Absage der einst weltweit größten Computermesse ein halbes Jahr vorher ist in Güses Augen „kurzfristig“. Das Busgeschäft für die Zeit im Juni (die Cebit sollte eigentlich vom 24. bis 28. Juni 2019 stattfinden) „ist komplett weg“, auch Stammgäste und Touristen, die sonst die Messezeiten meiden, hätten sich zu diesem Zeitpunkt schon anderweitig orientiert. Jetzt klafft im Buchungsplan eine Lücke. Bei einigen sogar eine ganz große. So hätten laut Güse einige Hotels seit Jahren Stammgäste zur Cebit; in manchen Häusern hätten sich ganze Firmen mit ihren Mitarbeitern eingebucht.

Die Dehoga-Vorsitzende möchte das Cebit-Aus nicht nur negativ sehen und sagt: „Wir werden das schon hinbekommen.“ Güse hofft, dass die Deutsche Messe AG eine Alternative zur Cebit finden und den Messekalender anderweitig füllen wird. Etliche kleine Messen hätten sich in den vergangenen Jahren gut entwickelt; die Hotels hätten davon profitiert.

Obwohl das Cebit-Aus für die Hotelbranche im Umland Hannovers ein „herber Schlag“ ist, wie Güse sagt, kam es für viele nicht ganz so überraschend. Ein Rückblick in die Vergangenheit zeigt: Enttäuschung gab es bei den Hamelner Hoteliers schon erstmals vor neun Jahren zu Zeiten der Cebit. Damals spielte die Computermesse in den heimischen Hotels und Gaststätten schon keine so große Rolle mehr. 2008 sei dies noch anders gewesen; damals waren die Hamelner Hotels zur Cebit in Hannover weitgehend ausgebucht.

Besser wurde es wieder 2012: Wie Gabriele Güse damals erzählte, war ihr Hotel bis auf kleine Lücken ausgebucht. Jedoch verzeichnete sie im Vergleich zu den vorherigen Jahren eine deutliche Veränderung im Buchungsverhalten: „Im Vergleich zu den vergangenen Jahren waren die Buchungen in diesem Jahr viel kurzfristiger“, so Güse im Jahr 2012.

Generell beobachtete sie damals allerdings schon einen Rückgang der Buchungen für die Cebit. Für die Tendenz machte sie die rückläufigen Besucherzahlen der Messe verantwortlich. Im Jahr 2008 verzeichnete die Computermesse noch etwa 495 000 Besucher. Ein Jahr später waren es knapp 400 000. 2010 verringerte sich die Zahl auf ungefähr 334 000, in 2011 erholte sich die Bilanz leicht, 339 000 Besucher zählte man in Hannover.

Doch nicht nur die schwindenden Besucherzahlen wurden zum Problem: Die Hamelner Hoteliers sahen auch das günstige Überangebot an Hotels in Hannover als Ursache für den Buchungsrückgang in Hameln an.

Im Jahr 2014 blieben während der Cebit wieder viele Zimmer leer in Hameln: Die Messe hatte schon längst nicht mehr den Stellenwert wie um den Jahrtausendwechsel, als sie einen Besucherrekord verzeichnete.



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