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Prüfantrag an die Verwaltung für Reimerdeskamp, Fahlte und Basbergstraße heute im Bauausschuss

CDU fordert Flüsterasphalt zur Lärmreduzierung

Hameln (HW). Die Klagen der Bewohner von Reimer-deskamp, Fahlte und Basbergstraße wegen zu hoher Lärmbelästigung durch rollenden Verkehr insbesondere während der Nacht hat sich jetzt die CDU-Fraktion zu Herzen genommen. Die Christdemokraten bringen für diese Strecke einen sogenannten Flüsterasphalt ins Gespräch, der eine Lärmreduzierung bis zu zehn Dezibel erreichen soll. „Für das menschliche Hörempfinden entspricht das einer Minderung von einem Drittel, wenn nicht sogar bis zur Hälfte“, hat Fraktionschef Claudio Griese in Erfahrung gebracht. Die Christdemokraten wollen nun von der Verwaltung geprüft wissen, ob dieser offenporige Spezialasphalt, der auf Autobahnen bereits Verwendung findet und gerade an viel befahrenen Straßen der Städte München und Bochum erprobt wird, auch in Hameln infrage kommen kann. „Auch wollen wir wissen, was er kostet, denn dieser Asphalt ist nicht gerade billig“, sagt Griese. Er hat einen entsprechenden Antrag an Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann gestellt, der heute ab 15 Uhr im Bauausschuss behandelt werden soll. „Ich sehe keine realistische Chance, die Neuasphaltierung der gesamten Strecke aus dem Stadtsäckel zu finanzieren. Aber vielleicht gibt es ja Fördergelder“, hofft der CDU-Politiker.

veröffentlicht am 23.02.2011 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 09.11.2016 um 02:41 Uhr

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„Wir haben gute Erfahrungen gemacht. Schon als die erste Straßenseite umgebaut war, haben die Anwohner wahrgenommen, dass es leiser ist. Wir werden das auch noch durch Rollgeräuschmessungen überprüfen – dafür warten wir aber auf besseres Wetter“, berichtet Barbara Gottschlich. Pressesprecherin der Stadt Bochum, die die neuen Fahrbahndecken aus dem Konjunkturpaket II finanziert.

Unter Flüsterasphalt wird im technischen Sprachgebrauch ein offenporiger Asphalt, kurz OPA genannt, verstanden. Dieser Straßenbelag ist vor etwa 45 Jahren erstmals in den USA als sogenannter Dränasphalt für Deckschichten auf Flugplätzen hergestellt worden. Das Bestreben war, das Wasser aus der Kontaktzone Reifen/Fahrbahn fernzuhalten. Seit den 70er Jahren sind offenporige Asphaltdeckschichten vor allem in Spanien, in den Niederlanden, in Frankreich und in Großbritannien weiterentwickelt worden. Der in den 80er Jahren gewachsene Anspruch an die Lebensqualität und das gleichzeitig aufkommende Interesse am Umweltschutz führten im Straßenbau dann zur Forderung nach Lärm mindernden Asphaltbelägen. Hierbei wurden die Erfahrungen herangezogen, die mit dem Dränasphalt inzwischen gemacht worden sind.



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