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Fulminante Premiere mit viel Prominenz

Bunt und bilderreich: Der Medicus als Musical

HAMELN. Roter Teppich für den „Medicus“: Selten gaben sich so viele auswärtige Promis ein Stelldichein in Hameln, war die Liste der Ehrengäste so lang. „Wir hatten schon viele Empfänge, aber so eine Situation hatten wir noch nicht“, stellte Oberbürgermeister Claudio Griese beim Empfang im Weserberglandzentrum fest, bevor am Freitagabend die neue Produktion aus der Fuldaer Musical-Schmiede Spotlight im Hamelner Theater Premiere feierte.

veröffentlicht am 15.12.2018 um 02:00 Uhr
aktualisiert am 17.12.2018 um 12:40 Uhr

Friedrich Rau, der als Hauptdarsteller im „Medicus“ den Rob Cole spielt, zeigt sich wie in der „Schatzinsel“ stimmgewaltig. Foto: Dana
Kerstin Hasewinkel

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Kerstin Hasewinkel Stv. Redaktionsleiterin zur Autorenseite

So reisten unter anderem an: Michael Gordon, Sohn des „Medicus“-Autors Noah Gordon, Prof. Rolf Wernstedt, ehemaliger niedersächsischer Kultusminister und Landtagspräsident sowie Bertelsmann-Eigentümerin Liz Mohn mit ihrer Tochter Dr. Brigitte Mohn und natürlich Musical-Schirmherr Prof. Madjid Samii, der weltbekannte Neurochirurg aus Hannover. Er sei zunächst erstaunt gewesen, dass man ihn als Mediziner bat, die Schirmherrschaft zu übernehmen. Aber die Begründung habe ihn überzeugt. „Nämlich, dass der Medicus viele Verbindungen zu meiner Person aufweist.“ Dieser komme aus dem Land, aus dem auch er komme, dem Iran. „Und zu mir sind in den vergangenen 30, 40 Jahren auch Kollegen aus aller Welt gekommen, um Rat zu finden.“

Samii brachte am Freitag viel medizinische Fachkompetenz mit auf den roten Teppich – und auch die bekannteste Showgröße des Premierenabends: Scorpions-Sänger Klaus Meine. Nein, den Roman „Der Medicus“, habe er nicht gelesen, verriet der frisch gebackene Leibnizring-Träger, aber den Film habe er gesehen. „Das ist eine spannende Geschichte.“ Mit Prof. Samii verbinde ihn „seit vielen Jahren“ eine Freundschaft, vor zwei Jahren sei man zusammen bei einem Kongress in Teheran gewesen.

Medicus-Premiere in Hameln

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Quelle: Ina Benz

Die Medizin ist Dreh- und Angelpunkt des neuen Hamelner Bühnenerlebnisses. Die Geschichte spielt in England vor über 1000 Jahren: Der junge Rob Cole wird zum Waisen und schließt sich als Lehrling einem fahrenden Bader an. Schon bald entdeckt er seine Gabe und entwickelt den unbändigen Wunsch, Medicus zu werden. In der abendländischen Welt ist dieses Wissen aber nicht verfügbar und so begibt sich Rob auf die gefährliche Reise ins persische Isfahan, um dort bei Ibn Sina, dem größten Mediziner seiner Zeit, zu studieren. Da ihm das als Christ aber versagt ist, gibt er sich als Jude aus und riskiert sein Leben.

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Prominenz auf dem roten Teppich. Scorpions-Sänger Klaus Meine (3. v. li.) neben Prof. Madjid Samii (2. v. re.). Foto: hen

Hauptdarsteller ist erneut Friedrich Rau, der mit seinem starken Spiel und seiner Stimme als R. Louis Stevenson bereits in der „Schatzinsel“ überzeugte. Durch Projektionen auf einem heruntergelassenen Vorhang wirkt das Bühnenbild effektvoll, die Kostüme sind detailreich gestaltet und die Musik ist temporeich. Wie auch beim Musical „Die Schatzinsel“ fehlt allerdings eines: der eine, eingängige Ohrwurm. Nach „Päpstin“, „Friedrich“ und der „Schatzinsel“ ist dem Medicus-Team um Produzenten Peter Scholz und dem Komponisten Dennis Martin aber erneut eine spektakuläre Inszenierung gelungen, die in Fulda als die erfolgreichste der bisherigen Musical-Geschichte einging. Nach der gelungenen Premiere am Freitag dürfte diese Marke auch in Hameln greifbar sein. „Der Medicus“ wird bis zum 3. Januar mit 30 Vorstellungen zu sehen sein.



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