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Rainer Sagawe fordert, dass die Stadt Gesellschafterin in der Klimaschutzagentur wird

BUND-Sprecher kritisiert Verhalten der Stadt

Hameln (red/wul). Der klimapolitische Sprecher des BUND Hameln-Pyrmont, Rainer Sagawe, fordert in einer schriftlichen Erklärung, dass die Stadt Hameln so konsequent sein und jetzt der Klimaschutzagentur beitreten sollte, die vom Landkreis unter Beteiligung von e.on Westfalen Weser angestrebt wird.

veröffentlicht am 11.10.2009 um 19:00 Uhr
aktualisiert am 11.11.2016 um 04:21 Uhr

R. Sagawe
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Im September hatte Hamelns Oberbürgermeisterin Susanne Lippmann erklärt, dass sie keine Notwendigkeit sehe, als Stadt Gesellschafter einer noch zu gründenden gemeinnützigen GmbH zu werden. Sie wolle dafür die Stadtwerke „ins Rennen schicken“, hatte Lippmann erklärt. Deren Geschäftsführung müsse letztlich für das Unternehmen abwägen, ob dessen Beitritt zu einer Klimaschutzagentur Weserbergland zum Wohle der Stadtwerke sei. Sagawe vom Bund für Umwelt und Naturschutz in Deutschland hingegen meint: „Es ist von großer Bedeutung, dass die Stadt Hameln als größte Stadt der Region ihr Gewicht beim Aufbau der neuen Klimaschutzstrukturen einbringt.“ Diese Aufgabe könne allein von den Stadtwerken Hameln, „deren Beitritt unverzichtbar ist“, nicht ausreichend wahrgenommen werden, glaubt Sagawe. Viele Akteure hätten sich intensiv dafür eingesetzt, dass diese Klimaschutzagentur jetzt die Form einer neutralen gGmbH bekommt, nun sollte auch die Stadt Hameln beitreten.

Dass Hameln bis März 2010 ein Klimaschutzkonzept erarbeiten will, das festlegt, wie die Emissionen in der Stadt verringert werden können und Energie eingespart werden kann, wertet Sagawe als positiv. Am Mittwoch hatte die Stadt in diesem Zusammenhang zu einer Auftaktveranstaltung eingeladen, bei der auch der BUND-Vertreter anwesend war. „Ich freue mich, dass wir nach vier Jahren Arbeit hinter den Kulissen“ jetzt soweit sind, sagte Sagawe und brachte zum Ausdruck, dass der BUND seinen Teil dazu beigetragen hat.

Ein großes, ungenutztes Potenzial sieht Sagawe im Hamelner Stadtforst: „Holz, Holzhackschnitzel und Holzpellets sind regionale nachwachsende Rohstoffe, sind auf Dauer preiswert vorhanden und können, effizient eingesetzt, die Abhängigkeit von Öl und Gas im Wärmebereich entscheidend verringern.“ Da müsse noch viel passieren, erklärte Sagawe gegenüber dieser Zeitung.

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