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Verkehrsumleitung über Wehrbergen

Bundesstraße 83 wird im Frühjahr teilsaniert

WEHRBERGEN. Die Menschen in Wehrbergen werden sich im Frühjahr an alte Zeiten erinnert fühlen: Die B83 soll auf Höhe des Hamelner Ortsteils saniert werden. Der Straßenverkehr muss dann zwangsläufig umgeleitet werden, und zwar über den ehemaligen Straßenverlauf der B 83, also über die Hauptstraße in Wehrbergen.

veröffentlicht am 05.11.2017 um 13:17 Uhr

Teile der B 83 müssen saniert werden. Foto: Dana
Philipp Killmann

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Philipp Killmann Reporter zur Autorenseite
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Ein Seufzen ging in der jüngsten Ortsratssitzung durch die beschaulichen Stuhlreihen des Dorfgemeinschaftshauses, als Andreas Seidel von der Stadtverwaltung die Anwohner über das Vorhaben der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Kenntnis setzte.

An der B 83 im Bereich Wehrbergen seien „einige Mängel“ festgestellt worden, bestätigt Markus Brockmann, Leiter der Niedersächsischen Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr des Geschäftsbereichs Hameln, auf Anfrage . „Teile der Fahrbahn sind nicht mehr in dem Zustand, den sie haben müssten“, so Brockmann. Die Umgehungsstraße war 2009 fertiggestellt worden. Für die Menschen in Wehrbergen ging damit ein langgehegter Wunsch in Erfüllung. Die Umgehung bedeutet für sie eine erhebliche Verkehrsentlastung und eine deutlich bessere Wohnqualität. Im Frühjahr werden die Wehrberger diesbezüglich, wenn auch nur vorübergehend, Abstriche machen müssen.

Die Bauarbeiten an der B 83 sollen Brockmann zufolge in verschiedenen Abschnitten und jeweils einer Fahrtrichtung vorgenommen werden, sodass auf eine Vollsperrung oder eine Ampelregelung für den Großteil der Baumaßnahme größtenteils verzichtet werden könne. Der Verkehr wird dann in einer Richtung weiter über die B 83 verlaufen, während die Fahrzeuge aus der Gegenrichtung durch Wehrbergen geleitet werden.

Die Menschen in Wehrbergen müssen sich im Frühjahr auf eine deutlich größere Verkehrsbelastung einstellen. Foto: Dana
  • Die Menschen in Wehrbergen müssen sich im Frühjahr auf eine deutlich größere Verkehrsbelastung einstellen. Foto: Dana

Die Straßenmängel, führt Brockmann aus, seien noch innerhalb des „Gewährleistungszeitraums“ festgestellt worden. Das bedeutet: Nicht das Land, sondern die Firma, die den Bau der Umgehungsstraße vorgenommen hat, müsse die noch nicht bezifferten Kosten für die Behebung der Mängel tragen.

Der genaue Zeitraum für die Baumaßnahme steht noch nicht fest. Andreas Seidel, der Leiter des städtischen Amts für Ordnung und Straßenverkehr, sprach im Ortsrat von März/April. Doch so genau mag sich Markus Brockmann nicht festlegen. Nur so viel: Angepeilt sei Frühjahr 2018.

Nach der Sanierung mit der Verkehrsumleitung über Wehrbergen können die Einwohner allerdings doppelt aufatmen: Denn dann haben sie nicht nur das erhöhte Verkehrsaufkommen wieder hinter sich. Die Stadt Hameln wird dann auch zwei verkehrsberuhigende Maßnahmen für den Ortsteil treffen. Geschwindigkeitsmessungen haben ergeben, wie Seidel im Ortsrat mitteilte, dass überproportional viele Autos mit erhöhter Geschwindigkeit in den Ort reinfahren, sowohl aus Richtung Fischbeck als auch aus Richtung Hameln kommend. Ein Display am nördlichen Ortseingang, welches das Tempo der auf der Hauptstraße fahrenden Fahrzeuge anzeigt, weist die Autofahrer seit einiger Zeit darauf hin, ihre Geschwindigkeit zu überprüfen. Die lange breite Hauptstraße verleite darüber hinaus viele Autofahrer dazu, ein leicht erhöhtes Tempo beizubehalten, schilderte Seidel.

In der Konsequenz will die Stadt daher zwei sogenannte Fahrbahnverschränkungen vornehmen: An den beiden Ortseingängen soll die Straße mittels flacher Bords bis zur Fahrbahnmitte verengt werden, wodurch die Autofahrer gezwungen werden, ihr Tempo zu drosseln. Die Maßnahme soll in Kombination mit einer Aufwertung des Weserradwegs erfolgen. Aus Hameln kommend endet der Radweg derzeit am Ortseingang abrupt entgegen der Fahrtrichtung. Das Bord soll dazu führen, dass die Radfahrer dann sicherer auf die andere Fahrbahn gelangen können. An der Nordseite gibt es für Radfahrer bereits eine Art „Schleuse“. Die Kosten für diese Maßnahme seien noch nicht ermittelt.

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