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Bundesregierung bläst Südtrasse ab - oder doch nicht?

veröffentlicht am 22.08.2011 um 18:52 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:35 Uhr

Bahnschiene

Hameln (ni). „Die Strecke kommt nicht“, sagt Enak Ferlemann – und korrigiert sich schon in der nächsten Sekunde: „Ich sehe nicht, dass sie kommt“. Der parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium hat sich gestern in Hameln zum Ausbau der Bahnstrecke Löhne-Elze geäußert und sich dabei große Mühe gegeben, dem Thema „Südtrasse“ jede Brisanz abzusprechen.

„Wir machen uns Sorgen, wenn davon gesprochen wird, dass die Südstrecke zumindest theoretisch im Bundesverkehrswegeplan 2015 aufgewertet werden könnte“, sagt CDU-Landratskandidat Stephan Walter und an den Gast aus Berlin gewandt: „Wir wären Ihnen sehr dankbar, wenn Sie heute diese Sorgen zerstreuen könnten.“

Ferlemann versucht es, indem er das Verfahren erläutert, durch das die Südstrecke überhaupt in die Diskussion gekommen ist. Danach findet alle fünf Jahre eine Bewertung des Bundesverkehrswegeplanes statt und der Gutachter habe im Rahmen dieser Bewertung festgestellt, dass sich ein Ausbau der Nordstrecke (bislang im vordringlichen Bedarf) nicht rechnet.

Als mögliche Alternative habe der Gutachter die Südstrecke genannt; doch ob die sich rechne „müsste erst noch untersucht werden“. Wobei Ferlemann davon ausgeht, dass die Kosten-Nutzen-Analyse für die Südstrecke allein schon wegen der erforderlichen Lärmschutzmaßnahmen keinesfalls günstiger ausfällt und sich darum weder an der Einstufung im vordringlichen und weiteren Bedarf etwas ändert, noch „bis 2015 und auch danach überhaupt etwas an diesen Strecken passieren wird“.

Diethard Seemann, Sprecher der Ostkreis-Bürgerinitiative Transit Weserbergland, wertet die Aussagen des Staatssekretärs denn auch nicht als Entwarnung. Die Bürgerinitiativen in Hameln und im Ostkreis bleiben skeptisch und sammeln weiter Unterschriften gegen einen Ausbau der Südtrasse.



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