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Nach Antrag des Nebenklägers findet Hauptverhandlung zur Revision in Karlsruhe statt

Bundesgerichtshof greift Fall Mahmut Khoder auf

veröffentlicht am 13.03.2015 um 18:00 Uhr
aktualisiert am 05.12.2017 um 14:30 Uhr

Hameln (ube). Muss der Prozess um den gewaltsamen Tod des Hamelners Mahmud Khoder neu aufgerollt werden? Der mehrfach vorbestrafte Oliver T. (29), der den damals 25-Jährigen am 10. November 2013 nach einem geplatzten Marihuana-Deal in Notwehr getötet haben will, war zunächst wegen heimtückischen Mordes angeklagt, allerdings im Juni vergangenen Jahres aus Mangel an Beweisen freigesprochen und lediglich wegen Drogenhandels zu drei Jahren Gefängnis verurteilt worden (wir berichteten).  Gegen das Urteil legte der Hamelner Rechtsanwalt Roman von Alvensleben als Vertreter des Nebenklägers Ibrahim Khoder (Vater des Getöteten) Revision ein. Der Generalbundesanwalt hat beantragt, die Revision „als unbegründet zu verwerfen“. Auch andere Kritikpunkte des Nebenklägers wischte die Behörde vom Tisch. Der Meinung des Generalbundesanwalts ist der Bundesgerichtshof in Karlsruhe bislang nicht gefolgt. Nach Informationen der Deister- und Weserzeitung hat der 3. Strafsenat des BGH eine Hauptverhandlung angesetzt, um die Revisionsfrage zu klären. Am 9. Juli sollen in Karlsruhe die Plädoyers gehalten werden. Danach steht fest, ob es einen neuen Prozess geben wird – oder nicht. Meist prüft der BGH hinter verschlossenen Türen, ob ein Urteil Rechtsfehler aufweist oder nicht. Im Fall Mahmud Khoder verfahren die Richter anders.

 



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