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Protest gegen Windräder in Rohrsen unverändert stark

Bürgerinitiative droht mit Klage

Rohrsen. „Ich hoffe sehr, dass das alles doch noch einmal kritisch gesehen wird“, sagt Rohrsens Ortsvorsteher Jobst-Werner Brüggemann. Am Donnerstag wird der Ausschuss für Stadtentwicklung die Ausweisung der Flächen für Windkraftanlagen diskutieren. „Für uns die letzte Chance, vorher noch einmal in die Diskussion einzugreifen“, erklärt Brüggemann. „Der anschließende Verwaltungsausschuss ist nichtöffentlich, und in der Ratssitzung darf man nur zuhören.“

veröffentlicht am 10.09.2013 um 20:00 Uhr
aktualisiert am 03.11.2016 um 05:21 Uhr

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Autor:

Ernst August Wolf
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Grund genug also für die Initiative „Gegenwind am Düth“, zu einer weiteren Bürgerinformation einzuladen. Bei Kaffee und Kuchen informierten sich viele Rohrsener und Gäste am Sonntagnachmittag im Dorfgemeinschaftshaus über die geplanten Windkraftanlagen. „Wir sind vor allem gegen die beiden bis zu 200 Meter hohen Anlagen im Plangebiet X in unmittelbarer Nähe der Kompostierungsanlage“, so ein Besucher. Wie der Vereinsvorsitzende Martin Kalt befürchten viele, dass „es nicht bei diesen zwei Anlagen bleiben wird“.

Anhand einer sorgfältig zusammengetragenen, viele Einzelaspekte der Windkraftanlagen abdeckenden Ausstellung sowie mit Filmmaterial informierte der Verein über die befürchteten Nachteile für die Anwohner. Ein Windkraftmodell im Maßstab 1:100 macht deren Dimensionen anschaulich. Peter Sterenberg hat das Modell gebaut: „Es geht vor allem um den 750-Meter-Abstand zur Wohnbebauung. Der steht unserer Meinung nach in keinem sinnvollen Verhältnis.“

Während sich der Ortsrat Hilligsfeld ohne weitere Diskussion für die Windkraftanlagen ausgesprochen habe, habe der Ortsrat Afferde deren Aufstellung abgelehnt, teilte Brüggemann mit. „Wir müssen in jedem Fall weiter Überzeugungsarbeit leisten.“ Der Verein tue das vor Ort, in Vernetzung mit anderen Initiativen und auf einer eigenen Internetseite (www.gegenwind-amdueth.jindo.com).

„Nur die Verwaltung informiert sehr schleppend“, kritisierte Kalt. Über die Investoren etwa herrsche Stillschweigen. Dabei bestünde erheblicher Diskussionsbedarf. „Zwischen der Höhe der Anlagen und dem Abstand zur Bebauung muss einfach ein Kompromiss gefunden werden.“

Die Reaktionen der Besucher, die ins Dorfgemeinschaftshaus gekommen waren, machten klar, dass der Gegenwind am Düth unverändert stark bläst. „Der Widerstand hat unser Dorf zusammengeschweißt“, so eine Rohrsenerin.

Gemeinsam mit den Vereinsmitgliedern sind viele Einwohner entschlossen, nicht nachzulassen. „Wenn der Ausschuss das alles einfach so durchwinken sollte, dann bleibt uns nur noch der Klageweg. Und den werden wir beschreiten“, kündigte Ortsvorsteher Brüggemann an.

Fassungslos stehen die Rohrser Bürger vor den Info-Tafeln im Dorfgemeinschaftshaus. Das von Peter Sterenberg gebastelte Modell (unten) soll die Dimensionen eines Windrades im Verhältnis zu Autos und Dorfgemeinschaftshaus darstellen. eaw (2)



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