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Der Verein „Artes Wesera“ zieht ein – und plant offene Ateliers, Ausstellungen, Lesungen, Konzerte und mehr

„Bürgerhus“ wird Künstlerhaus

HAMELN. Fünf Jahre lang stand das ehemalige „Kartoffelhaus“ in der Kupferschmiedestraße leer. Nun wird das Fachwerkhaus, das prominenter Anlaufpunkt bei jeder Stadtführung ist, wiederbelebt: Schon am 1. Juli will das Künstlerkollektiv „Artes Wesera“ dort ein offenes Künstlerhaus mit Atelierräumen eröffnen.

veröffentlicht am 14.05.2018 um 16:12 Uhr

Nach fünf Jahren Leerstand soll am 1. Juli im „Bürgerhus“ ein offenes Kunstatelier eröffnen. Foto: Wal
Wiebke Kanz

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Wiebke  Kanz Reporterin (in Elternzeit) zur Autorenseite
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HAMELN. Gemunkelt wird es schon seit einigen Wochen, nun ist es offiziell: Das Künstlerkollektiv „Artes Wesera“ möchte das Erdgeschoss des „Bürgerhus“ in der Hamelner Altstadt mieten – und dort ein Künstlerhaus einrichten. Das Konzept: In den ehemaligen Gastronomieräumen sollen offene Ateliers entstehen, die zu festen Öffnungszeiten für Besucher zugänglich sein sollen. In diesen Atelierräumen sollen auch Veranstaltungen stattfinden: Kunstführungen, Vorträge, Ausstellungen von Gastkünstlern, Kreativ-Workshops für Erwachsene und Kinder sowie Schulklassen, Lesungen, kleinere Konzerte, Fortbildungen und Seminare für „Artes Wesera“-Mitglieder, aber auch Besonderheiten wie ein „Kunstdinner“ oder eine Comedy-Nacht.

Die aus derzeit rund 20 Mitgliedern bestehende Interessengemeinschaft für Kunstschaffende im Weserbergland möchte lediglich die ehemaligen „Kartoffelhaus“-Räume mieten: 160 Quadratmeter Gewerberäume plus 70 Quadratmeter Wirtschaftsräume im Erdgeschoss des historischen Gebäudes. Die beiden 109 und 80 Quadratmetern großen Wohnungen im Obergeschoss des „Bürgerhus“ sind bereits vermietet – die eine an den Landkreis Hameln-Pyrmont, die andere an eine Privatperson.

Den Rückbau der gastronomischen Einrichtungen aus „Kartoffelhaus“-Zeiten, das vor fünf Jahren seine Türen schloss, sowie „die Ertüchtigung von Elektrik und Heizung übernimmt der Eigentümer, die Stadt Hameln im Rahmen der laufenden Bauunterhaltung“ – so heißt es in der Mitteilungsvorlage, die den Mitgliedern des Kulturausschusses am nächsten Mittwoch vorgelegt wird. Das heißt, die Kosten für diese Arbeiten sind in einem jährlichen Etat für die Bauunterhaltung städtischer Gebäude bereits enthalten. Beziffern ließen sich diese Kosten zudem noch nicht. Alle weiteren Renovierungsarbeiten wie Malerarbeiten, die Möblierung der Räume sowie die laufenden Betriebskosten werden dann von den künftigen Nutzern, „Artes Wesera“, übernommen. Einen Eröffnungstermin gibt es auch bereits: Schon am 1. Juli soll das Künstlerhaus – aktueller Arbeitstitel: „Kunst im Bürgerhaus“ – seine Türen öffnen.

Neben Kunstkreis und arche soll das Künstlerhaus im „Bürgerhus“ ein „weiteres wichtiges Standbein für die Hamelner Kunstszene“ werden, heißt es aus dem Rathaus. Alle drei Einrichtungen würden unterschiedliche Ansätze der Kunstvermittlung verfolgen und „bedienen nun die ganze Bandbreite von semiprofessioneller bis professioneller Kunst in unterschiedlichen Sparten“. Das Spektrum von „Artes Wesera“ ist breit gefächert, reicht von Malerei, Skulpturen, Plastiken und Lichtobjekten bis hin zu Mosaiken und Kunstfotografie.

Für die Stadt Hameln ist das geplante Künstlerhaus aber auch aus einem anderen Grund ein Gewinn: Seit fünf Jahren steht das „Bürgerhus“ in der Kupferschmiedestraße, das seit 1972 der Stadt Hameln gehört, inzwischen leer. So ein Leerstand geht irgendwann an die Bausubstanz, wenn etwa mehrere Winter in Folge nicht geheizt wird. Dabei hatte die Sanierung des Fachwerkhauses in den 1970er Jahren mehrere Millionen Euro gekostet. Durch die Einrichtung eines offenen Kunstateliers verspricht sich die Stadt nach eigenen Angaben auch „die Reaktivierung des denkmalgeschützten Hauses als touristische Attraktion für die Stadt“. „Wir sind sehr froh über diese Lösung“, sagt Stadtsprecher Thomas Wahmes. „Die Nutzung passt wunderbar in das historische Gebäude.“



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