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Nur ein einziger Interessent für ehemaligen Wienerwald – und der will neu bauen

Bürgergarten-Restaurant: Abriss absehbar

Hameln. Es ist eine Hamelner Top-Lage: direkt am Bürgergarten, unweit der Stelle, an dem täglich Touristen-Busse Station machen. An einem „Einfallstor der Stadt“ also, wie die Verwaltung wirbt. Sie verspricht sich deshalb einiges vom Verkauf ihrer Immobilie, dem ehemaligen „Wienerwald“. 400 000 Euro sollen herausspringen. Doch die bisherige Resonanz ist eine „Enttäuschung“, wie man im Rathaus einräumt: Zwar war noch Mitte des Monats von mehreren „Interessenten“ die Rede, am Ende gab jedoch nur ein einziger potenzieller Käufer sein Angebot ab. „Wir hatten durchaus mehr erwartet“, resümiert die Verwaltung ernüchtert.

veröffentlicht am 30.01.2014 um 06:00 Uhr
aktualisiert am 02.11.2016 um 04:21 Uhr

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Frank Henke

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Frank Henke Redaktionsleiter zur Autorenseite
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Ein Gastronom aus der Region, so war zwischenzeitlich zu hören, soll nun der Einzige im Rennen sein. Er will das 1949 errichtete und in den 1950er Jahren erweiterte eingeschossige Gebäude abreißen und neu bauen. Obwohl es gemeinsam mit den Bürgergarten-Pavillons eine Art 50er-Jahre-Ensemble bildet – unter Denkmalschutz steht das vor 21 Jahren umgebaute und renovierte Restaurant-Gebäude nicht. Dass es den Ansprüchen eines Investors genügen kann, scheint fraglich.

Vertreter der Stadt haben bereits mit dem nun einzigen Interessenten gesprochen. Über den Inhalt des Gesprächs – wie auch über den möglichen Kaufpreis und die geplante neue Gastronomie – sagt die Verwaltung nichts.

Ob der Gastronom letztlich den Zuschlag erhält, ist noch offen. Denn diese Entscheidung, so hat die Stadt bereits in der Ausschreibung klargemacht, ist nicht nur eine Frage des Preises. Neben diesem soll nämlich zu 30 Prozent das Nachnutzungskonzept beziehungsweise – im Falle eines Neubaus – das städtebauliche Konzept den Ausschlag geben.

Gastronomie wie auch Antiquitäten, Kunsthandwerk oder ein Lampenstudio sind demnach denkbar. In jedem Fall dürfe es keine negativen Auswirkungen auf die Geschäfte in der Altstadt geben. Der Baumbestand soll unangetastet bleiben, fordert die Stadt zudem, die Höhe des Neubaus dem des Infocenters auf der anderen Seite des Bürgergarten-Eingangs angepasst sein – maximal dreigeschossig also. Und auch ein Energiekonzept soll vorgelegt werden.

Noch sind nach Auffassung der Stadt die Würfel aber längst nicht gefallen: Auch wenn die Frist in der vergangenen Woche offiziell endete, würden Angebote noch angenommen: „Wer Interesse hat, kann sich auf jeden Fall noch melden“, sagt der städtische Sprecher Thomas Wahmes.

Und was sagt das geringe Interesse an der städtischen Immobilie über den Markt allgemein? Wird die Stadt ihre Gebäude nicht los – und das noch, bevor die Gebäude und Gelände der abziehenden Briten den Markt fluten? Solche Schlüsse lassen sich nach Wahmes’ Auffassung nicht ziehen: Der Fall Wienerwald sei speziell, das Gebäude weise „Alleinstellungsmerkmale“ auf. „Das hat mit Veräußerungen im Allgemeinen nichts zu tun.“



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